Schüler-Klimastreik: „Es muss etwas getan werden, bevor es zu spät ist“
FREISTADT. 3.000 Schüler engagierten sich am Linzer Hauptplatz und demonstrierten für den Klimaschutz. Drei Schüler aus dem Gymnasium Freistadt erzählen, warum sie dabei waren und was sie persönlich für den Klimaschutz tun.

Gemeinsam fuhren Schüler des Gymnasiums Freistadt und der BHAK und HTL mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Linz, um sich dem weltweiten Klima-streik „Fridays for Future“ anzuschließen. „Auch die nächsten Generationen sollen es gut haben“, sagt Hannah Obermüller aus Neumarkt. „Wir wollen die Politiker auf das Thema aufmerksam machen und ihnen die Augen öffnen“, sagt Petra Klösch aus Kefermarkt.
Klimaabkommen einhalten
Die 3.000 jungen Aktivisten forderten unter anderem, dass das 1,5- Grad-Ziel aus dem Pariser Klimaabkommen eingehalten wird, eine klare Kommunikation mit der Bevölkerung darüber, wie dringend die Lage der Klimakrise ist, einen Plan zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und eine ökosoziale Steuerreform. „Es ist wichtig, dass etwas getan wird, bevor es zu spät ist“, sagt Elias Bamberger aus Reichenthal. „Es ist schade, dass sich so wenige Erwachsene bei diesem Thema engagieren. Geld darf nicht wichtiger sein als das Klima und Umweltschutz.“ Dass die Schüler während der Schulzeit streiken, wird nicht überall gerne gesehen. Für den einen Tag gab es für die Schüler vom Gymnasium aber das Okay von Lehrern und Eltern. „Wir werden auch nicht jeden Freitag an den Streiks teilnehmen. Da würden uns zuviele Unterrichtsstunden fehlen“, sind sich Obermüller, Klösch und Bamberger einig.
Thema auch im Unterricht erwünscht
Wünschenswert wäre es für die Schüler allerdings, das Thema vermehrt in den Unterricht einzubinden. Vereinzelt wird das Thema Klima auch schon im Biologie- und im Geografieunterricht behandelt. Die Schüler versuchen auch selbst etwas zum Klima- und Umweltschutz beizutragen. „Ich versuche so gut es geht Plastik zu vermeiden und wenn ich in Freistadt unterwegs bin und Müll herumliegen sehe, dann entsorge ich den fachgerecht. Ich versuche auch viele Strecken zu Fuß zurückzulegen oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Allerdings fahren die Busse bei uns in Reichenthal, vor allem am Wochenende, nicht recht häufig“, sagt Bamberger. „Bei mir zuhause wird darauf geachtet, dass wir möglichst regionale Produkte kaufen, um die Transportwege möglichst kurz zu halten. Und ich bin viel zu Fuß und mit dem Fahrrad unterwegs“, sagt Obermüller. Klösch erzählt: „In meiner Familie ist Klimaschutz ein großes Thema. Wir ernähren uns vegetarisch, kaufen Second-Hand-Produkte und verwenden, sofern es geht, öffentliche Verkehrsmittel oder bilden Fahrgemeinschaften.“
Bürgermeisterin lädt zu Klimadialog ein
Freistadts Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer lädt Jugendliche zu einem Klimadialog ein: „Ich freue mich, dass sich so viele Schüler für den Klimaschutz interessieren und einsetzen und wünsche mir, dass sie ihre guten Ideen auch in ihren Heimatgemeinden verstärkt einbringen. Jeder Einzelne kann einen Beitrag für mehr Klimagerechtigkeit in der Welt leisten. Lasst uns gemeinsam darüber diskutieren, welche sinnvollen Maßnahmen wir auf kommunaler Ebene setzen können, um ein Umdenken in Gang zu setzen!“


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