Auszeichnungen für Franz Steinmaßl und Josef Schimböck
GRÜNBACH/WINDHAAG. 17 herausragende Persönlichkeiten des oberösterreichischen Kulturlebens wurden von Landeshauptmann Thomas Stelzer geehrt. Aus dem Bezirk erhielten Josef Schimböck aus Windhaag und Franz Steinmaßl aus Grünbach eine Auszeichnung.

Der ehemalige Volksschuldirektor Schimböck erhielt die Goldene Kulturmedaille. Er ist seit seiner frühestens Jugend in seiner Heimatgemeinde Windhaag bei Freistadt auf kulturellem Gebiet tätig. Schimböck war 30 Jahre Kapellmeister und Dirigent der Feuerwehrmusikkapelle, und langjähriger Leiter des Kirchenchores. Er ist langjähriger aktiver Sänger in zwei Windhaager Chören und war war Obmann des Brucknerbundes Windhaag bei Freistadt. Er war auch Bezirksobmann des Oberösterreichischen Blasmusikverbandes und zuvor Mitglied der Landesleitung des Oberösterreichischen Blasmusikverbandes.
Dass das Oberösterreich weite „Fest der Volkskultur“ in Windhaag bei Freistadt“ stattfand, war Direktor Josef Schimböck zu verdanken – als Initiator sowie Mitorganisator. Die Veranstaltung „Auf den Spuren des Landlergeigers Anton Bruckner als Koproduktion mit dem Brucknerhaus Linz ist ebenfalls auf die Initiative von Josef Schimböck zurückzuführen. Bürgermeister Erich Traxler meint über das Engagement von Direktor Josef Schimböck: „Grundsätzlich ist anzuführen, dass es in unserer Gemeinde in den letzten Jahrzehnten keine Veranstaltung kultureller Art gab, bei der Schimböck nicht aktiv beziehungsweise an führender Position organisatorisch und auch musikalisch mitgewirkt hat.“
Geschichte der Heimat
Der Günbacher Steinmaßl wurde mit dem Kulturehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. Die Leidenschaft für Bücher pflegt der gebürtige Mollner und jetziger Grünbacher Franz Steinmaßl schon seit seiner Kindheit Die Chance, diese Leidenschaft in einen Beruf zu verwandeln, bot sich im Jahre 1987 mit der Arbeit am Buch „Das Hackenkreuz im Hügelland“. Das fertige Buch wurde ein Jahr später präsentiert. Dies war zugleich die Geburtsstunde seines Verlages „Edition Geschichte der Heimat“. Das Buch wurde sehr erfolgreich und Franz Steinmaßl erkannte, dass es bei regionalen Themen eine Marktlücke gab, die der Geehrte zu füllen wusste.
Die Arbeit eines Verlegers beschreibt Franz Steinmaßl so: „Ich mache aus einem geistigen Werk eine Ware“. Als Verleger veröffentlichte Franz Steinmaßl an die 160 Bücher und verfasste selbst zeitgeschichtliche Arbeiten. Es ist die Bandbreite, die den Verleger Franz Steinmaßl ausmacht: So beschrieb er zum Beispiel in seinem ersten Buch „Arsen im Mohnknödel“ Kriminalität im Mühlviertel bis 1938. In seinem letzten verlegten Buch für die Pfarre Grünbach „Das Grünbacher Mahnmal“ recherchierte und beschrieb Steinmaßl die Lebens- und Leidengeschichten von sieben Grünbacher NS-Zivilopfer. Franz Steinmaßl Verdienste als Verleger und Autor liegen besonders in der Erforschung und Beschreibung der Heimat und Kulturgeschichte.


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