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FREISTADT. Die Preise an den jeweils besten Spielfilm, Dokumentarfilm und der Jugendjurypreis wurden beim 32. Freistädter Filmfestival „Der neue Heimatfilm“ vergeben.

  1 / 2   Digna Sinke und Jurymitglieder Andrej Krementschouk, Thomas Taborsky und Lynn Johansson Foto: H. Steinecker

Der Spielfilmpreis ging an den Animationsfilm „Les Hirondelles de Kaboul“ von Zabou Breitman und Eléa Gobbé-Mévellec. „Ein zutiefst berührendes Plädoyer für Menschlichkeit und Freiheit, mit leichter Feder gezeichnet und von hoher technischer Perfektion“, begründet die Jury die Auswahl. Die Romanverfilmung erzählt die Geschichte zweier Paare unter der Herrschaft der Taliban.

Zweiter Preis für Sinke

Den Dokumentarfilmpreis erhielt die niederländische Produktion „Bewaren – of hoe te leven“ von Digna Sinke. Der Film ist eine persönliche Suche nach der Essenz des Aufbewahrens in einer Zeit, in der eine materielle Vergangenheit auf eine digitale Zukunft trifft. „Die Filmemacherin lässt uns teilhaben an einem gesellschaftlichen Wandel, einem universellen Thema, das sie weise, liebevoll und unvoreingenommen verhandelt.“ Sinke hat bereits zum zweiten Mal den Dokumentarfilmpreis erhalten, 2011 wurde sie für „Weemoed & Wildernis“ ausgezeichnet.

Jugendjury-Preis für österreichischen Film

Von der Jugendjury wurde der österreichische Spielfilm „Neverland“ ausgezeichnet, in dem ein Jugendlicher mit Angststörung seinen Selbstfindungsprozess als existenziellen Trip erlebt. „Panikzustände des Protagonisten werden mithilfe von Kamera- und Videoeffekten, und durch Sounddesign und Musik atmosphärisch und mitreißend dargestellt“, sagt die Jury.

Der Würdigungspreis der Stadt Freistadt wurde der Regisseurin Lana Gogoberidse überreicht, eine der bedeutendsten Filmemacherinnen Georgiens. Gogoberidse war im Rahmen der Tributprogramms „3 Generationen, 3 Regisseurinnen“ in Freistadt zu Gast. Neben ihrem wegweisenden Film „Einige Interviews zu persönlichen Fragen“ von 1978 wurde auch je ein Film ihrer Mutter Nutsa Gogoberidse, der ersten sowjetischen Regisseurin überhaupt, und ihrer Tochter Salomé Alexi, ebenfalls Regisseurin, in Freistadt gezeigt.Insgesamt werden 50 Filme im Rahmen des fünftägigen Festivals gezeigt.


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