Elikia: Hilfe für Kinder, Opfer von Gewalt und Schüler im Kongo

Mag. Michaela Maurer Tips Redaktion Mag. Michaela Maurer, 01.10.2019 16:20 Uhr

FREISTADT. Hermine Moser engagiert sich mit ihrem Verein Elikia für Menschen im Kongo. Durch ihren Einsatz wird Kindern und Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, geholfen. Auch die Lehrer einer Schule werden unterstützt, damit auch Schüler ohne Schulgeld Bildung erhalten. 

Angefangen hat Mosers Engagement, als sie 2013 im Auftrag der Caritas in Kinshasa (Hauptstadt des Kongo) war. Sie war dafür zuständig, Personal von Altenpflegeeinrichtungen zu schulen. „Das Altenheim darf man sich nicht wie bei uns vorstellen. Dort gibt es gerade einmal die Basics. Ich war drei Monate dort, um zu helfen, die Betreuungsstrukturen zu verbessern“, erzählt Moser. Dabei hat die Freistädterin von vielen persönlichen Schicksalen der Menschen vor Ort erfahren und darauf reagiert.

Sie hat Gesundheitsschulungen für Frauen und Kinder gehalten. „Es fehlt oft an Grundwissen, was die richtige Ernährung ist oder welche Untersuchungen wichtig sind und welche nicht“, erklärt Moser. Sie bringt den Menschen bei den Schulungen bei, wie sie durch Fußreflexzonenmassage und einfache Methoden sich selbst und ihrer Familie helfen können. „Bei den Schulungen ist auch meistens medizinisches Personal, wie Ärzte oder Hebammen, dabei. Die waren ganz überrascht vom Beckenbodentraining.“

Hilfe für verstoßene und weggelegte Kinder

Bei einem ihrer ersten Aufenthalte im Kongo hat Hermine Moser auch die „Crêche“ im Stadtteil Masina Paqual in Kinshasa und ihre Leiterin Florence Ngunga kennengelernt. Sie bietet 20 bis 50 Kindern in einer Art Kindergarten Schutz, wenn die häufig alleinerziehenden Mütter arbeiten gehen. Auch junge Mädchen, die sexualisierte Gewalt erleiden mussten, finden in der Crêche Unterstützung. „Sie sind meist traumatisiert und staatliche Hilfe gibt es keine. Die Mädchen helfen oft im Kindergarten oder auf der Farm von Florence Ngunga mit.“

Die Leiterin der Crêche nimmt auch Kinder auf, die von ihrer Familie als Hexen verstoßen wurden oder auch Babys, die nach einer Vergewaltigung auf die Welt kommen und deren Mütter sie nicht großziehen können. „Die Mitarbeiter erhalten keinen regelmäßigen Lohn, sondern eine Art Prämie. Anders wäre der Kindergarten nicht finanzierbar“, sagt Moser.

Unterstützung für die Schüler und Lehrer

Hermine Moser hat im Oktober 2018 den Verein Elikia gegründet, um den Menschen im Kongo auch finanziell helfen zu können. Neben der Crêche wird auch die Schule St. Hélène in Sangamamba unterstützt. Im Kongo müssen Eltern Schulgeld für die Bildung ihrer Kinder bezahlen. „Das erste Trimester können die Eltern meist noch aufbringen, im zweiten fehlt dann oft das Geld“, weiß Moser. „Denis Lelo, der Direktor der Schule, will die Kinder aber deshalb nicht von der Schule verweisen. Er muss aber auch die Lehrer bezahlen. Daher unterstützen wir die Schule. In diesem Jahr konnten wir die Finanzierung der Lehrer für das Schuljahr sicherstellen.“

In der Schule St. Hélène werden 500 Schüler in einem sehr baufälligen Gebäude unterrichtet. „Der Vermieter will kein Geld in die Renovierung stecken. Es wären aber dringend Sanierungen wie eine hygienische Latrine nötig. Jede Hilfe kommt an und bringt Hoffnung“, sagt Moser, die selbst einmal jährlich in den Kongo reist, um persönlich zu helfen. Infos: www.elikia.at

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