Zwei Freistädter Studenten unterrichteten in Nepal: Lebensfreude, Armut und Hoffnung

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Mag. Michaela Maurer Mag. Michaela Maurer, Tips Redaktion, 22.10.2019 11:25 Uhr

FREISTADT/WARTBERG. Die beiden Lehramtsstudenten Barbara Fröhlich (21 Jahre) aus Freistadt und Tobias Wolfinger (22 Jahre) aus Wartberg konnten sich einen großen Wunsch erfüllen und arbeiteten mit Kindern in Nepal. 

Die beiden hegten schon lange den Wunsch, in einer Schule in einem Entwicklungsland zu unterrichten. Durch den Verein Österreichdorf erhielten sie die Chance, eineinhalb Monate als Volunteers in Kathmandu (Nepal) zu arbeiten. „Der sogenannte Kulturschock blieb bei uns aus, da wir bereits das zweite Mal in Nepal waren. Das Land hat eine große Vielfalt zu bieten und die Menschen zeichnet Gastfreundschaft und Freundlichkeit aus“, schildern die beiden Studenten ihren Aufenthalt.

Wolfinger und Fröhlich unterrichteten zwei Stunden pro Tag Englisch. Dabei wurden auch Spiele durchgeführt, die Aussprache trainiert und viel Englisch gesprochen. „Von Tag zu Tag nahmen mehr Schüler an unserem Unterricht teil, obwohl die Stunden freiwillig waren. Sie freuten sich jeden Tag auf uns und den Unterricht. Egal auf welchem Platz der Welt man ist, die Kinder sind immer wissbegierig und offen für Neues.“

Große Unterschiede

Morgens wurde in der Schule immer ein „morning assembly“ abgehalten, bei dem die Schüler in festgelegten Reihen auf dem Schulplatz stehen und einen Teil ihrer Nationalhymne singen. „Die Unterschiede zu österreichischen Schulen sind schnell zu erkennen und waren für uns eine positive Herausforderung. Es ist schön, etwas zum Guten verändern zu können.“ Auch die Zusammenarbeit mit den Lehrern funktionierte gut. „Wir wurden gleich in der ersten Woche zum Essen eingeladen und durften die Kultur richtig genießen. Die Lehrer holten sich auch einige Tipps von uns, die Lehrerausbildung in Nepal ist viel kürzer als bei uns“, sagt Fröhlich.

Außerhalb der Schulzeit betreuten die Freistädterin und der Wartberger gemeinsam mit anderen Freiwilligen die Kinder, die in den Hostels untergebracht sind. Diese Schüler können während der Schulzeit nicht zuhause wohnen, weil sie zu weit von der Schule entfernt wohnen oder keine Eltern mehr haben. Am Sonntag, dem schulfreien Tag, wurden Ausflüge in die Königsstadt Bhaktapur oder Aktivitäten wie eine Kinderolympiade veranstaltet.

„Trotz Armut und wenig Perspektiven sind die Kinder und die Erwachsenen voller Lebensfreude und machen gemeinsam Hoffnung für eine bessere Zukunft in dem Land“, sagen die beiden Studenten. „Nepal wurde unsere zweite Heimat. Die Menschen strahlen eine richtige Lebensfreude aus. In Österreich regen sich Menschen oft über Kleinigkeiten auf, wenn man einen Blick nach Nepal wirft, werden unsere Sorgen zu Kleinigkeiten. Wir sollten uns mehr glücklich schätzen, so viel im Leben zu haben. Für unseren zukünftigen Beruf haben wir sehr viel gelernt“, sagt Fröhlich. Mehr Infos zum Projekt Österreichdorf: www.nepal-entwicklungshilfe.at

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