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FREISTADT. 200 Gardisten, 100 Schützen, die Feuerwehr, das Rote Kreuz, soziale Vereine, der Bauernstand, die Freistädter Chöre, Volkstanzgruppen, die Messe Mühlviertel, Schneider, Imker, die Schmiedgassler, die Brauerei, alte Freistädter Familien und viele mehr – beim großen Brauchtumsfest am 23. Mai 2020 wird der längste menschliche Zug, den Freistadt je gesehen hat, durch die Stadt marschieren.

Ein geniales Organisations-Trio: Anni Friesenecker (l.), Alois Preinfalk (2. v. r.) und Ernst Duschlbauer (r.) informieren Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer über den Stand der Vorbereitungen für das große Brauchtumsfest am 23. Mai 2020. Foto: Stadtgemeinde Freistadt

Er soll die bewegte und vielfältige 800-jährige Geschichte und Tradition der Stadt abbilden und ist einer der Höhepunkte im bevorstehenden Jubiläumsjahr. Die Fäden in der Hand Seit Monaten setzt Anni Friesenecker, Obfrau der Goldhauben- und Kopftuchgemeinschaft Freistadt, Himmel und Hölle in Bewegung, um bei diesem Festzug möglichst viele Seiten und Aspekte der Stadt zeigen zu können, die in den vergangenen Jahrhunderten gewachsen sind.

„Anni ist ein Segen für die Stadt“

„Unsere Anni ist ein Segen für die Stadt“, ist Bürgermeisterin Elisabeth Paruta-Teufer dankbar für Frieseneckers großartiges Engagement. „Das große Brauchtumsfest wird einmalig und einzigartig, es wird in unsere Geschichtsbücher eingehen.“

Bürgergardetreffen

Der Festzug startet um 10 Uhr bei der Messehalle und zieht über die Zemannstraße durch das Linzer Tor auf den Hauptplatz, wo der Festakt mit den Ehrengästen stattfindet. Ko-Organisator Ernst Duschlbauer, Obmann der Bürgergarde Freistadt, hat ein großes Gardetreffen initiiert.

Große Wachablöse

Mindestens 200 Gardisten, unter anderem aus Mattighofen, Regau, Haslach und Bad Leonfelden treffen sich anlässlich des Jubiläumsfestes in Freistadt zur großen Wachablöse.  Der Dritte im Organisations-Bunde ist Alois Preinfalk, der seit mehreren Jahren die Freistädter Schützengeschichte erforscht und für den 23. Mai ein Schützenfest wie anno dazumal plant. Eröffnet werden die Schützenspiele nach dem offiziellen Festakt auf dem Hauptplatz mit einem traditionellen Schützenzug in historischer Aufmachung vom Rathaus in den Schlosshof, wo ein volksfestähnliches Flair wie im 16. Jahrhundert herrschen wird.

Schützenfest wie anno dazumal

Im Zentrum der Veranstaltung steht ein von der Schützengesellschaft ausgerichtetes Schießen auf eine Vogelattrappe und eine Glücksscheibe. Außerdem haben die Besucher die Möglichkeit, Kegel zu scheiben, wie es den Freistädter Schützen ab 1556 exklusiv bewilligt war, oder sich im Hahnenschlagen, Narrenwerfen und Kartenspielen zu messen. Auf alten Instrumenten, wie sie die Türmer, Trommelschlager und Pfeifer seiner Zeit hatten, wird musiziert, was dem Ganzen ein besonderes Flair verleihen wird.

Sonderpostamt im Rathaus

An diesem besonderen Tag wird auch die Jubiläumsbriefmarke präsentiert. Im Rathaus im Trauungssaal im 3. Obergeschoß wird ein Sonderpostamt eingerichtet. Es hat von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Es gibt auch einen eigenen Sonderstempel und ausschließlich an diesem Tag einen Ersttagszusatzstempel. Der Postwertzeichensammlerring Freistadt wird zu diesem Anlass auch andere Marken mit Freistadtbezug zum Kauf anbieten.

So bunt wie die Stadt selbst

Von Fraustadt bis Braustadt, von Brauchtum bis Lichtshow, von Gemeinschaftskonzert bis Kleinkunstwettbewerb – das Programm für das Jubiläumsjahr in Freistadt 2020 ist so vielfältig und bunt wie die Stadt selbst.


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