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NEUMARKT. Bert Branstetter, Journalist mit Leib und Seele und Meister der guten Nachrede, verstarb gestern, am 6. Juni, im 72. Lebensjahr überraschend an den Folgen eines Schlaganfalls. 

Der bekannte Journalist verstarb kurz nach seinem 71. Geburtstag. Foto: Volker Weihbold
  1 / 2   Der bekannte Journalist verstarb kurz nach seinem 71. Geburtstag. Foto: Volker Weihbold

Völlig überraschend verstarb der frühere ORF-Fernseh- und Radiojournalist und Moderator am gestrigen Sonntag. Erst im April hatte der Neumarkter seinen 71. Geburtstag gefeiert. 

Bert Brandstetter wurde 1950 in Neumarkt im Mühlkreis geboren. Nach einem Psychologie-Studium in Salzburg und einer Gesangsausbildung am Mozarteum schlug er eine Karriere im Journalismus ein. Zunächst bei Zeitungen wie der Krone und der Kirchenzeitung, ab 1983 dann beim ORF im Landesstudio Oberösterreich. Bert Brandstetters markante tiefe Stimme war sein Markenzeichen, die er nicht nur bei seinen Radiosendungen einzusetzen wusste, sondern auch im Kirchenchor Neumarkt, den er viele Jahre lang leitete. 

Hunderte Nachrufe verfasst

In der Pension, die er im Jahr 2009 antrat, suchte sich Brandstetter ein neues journalistisches Betätigungsfeld und begann, für die OÖN Nachrufe der etwas anderen Art zu schreiben. Hunderten Verstorbenen, ganz gleich ob besonders prominent oder nicht, bescherte der promovierter Psychologe so mit seinem besonderen Gespür für den Menschen eine gute Nachrede (allesamt zu finden auf seiner Homepage). 

Menschenfreund

Bert Brandstetter war von 2011 bis 2018 Präsident der Katholischen Aktion Oberösterreich. In dieser Funktion übernahm er einige weitere Aufgaben sowohl in der Diözese Linz als auch im kulturellen und gesellschaftlichen Leben, beispielsweise als Obmann der Initiative „Land der Menschen“, die sich für ein friedliches Zusammenleben in unserem Land einsetzt.

„Bert Brandstetter war ein Menschenfreund, der sich für Lebensgeschichten und Schicksale interessierte. Wo immer er helfen konnte, tat er es sehr gerne. Er wird uns in vieler Hinsicht schmerzlich fehlen“, betonen KA-Präsidentin Maria Hasibeder und Bernhard Rudinger, viele Jahre als KA-Generalsekretär engster Mitarbeiter Brandstetters, gleichermaßen.

Im April hatte der bekannte Neumarkter seinen 71. Geburtstag gefeiert. Am 6. Juni starb Bert Brandstetter überraschend an den Folgen eines Schlaganfalls. Brandstetter, durch und durch Familienmensch, hinterlässt seine Frau Magda, vier Söhne und Schwiegertöchter sowie vier Enkelkinder.


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