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Straße bei schwerem Unwetter von Bäumen blockiert: Familie möchte unbekanntem Retter in der Not Danke sagen

Mag. Susanne Überegger, 02.08.2021 09:52

TRAGWEIN/GRÜNBACH. Karl Thumfarth aus Grünbach möchte sich bei jenem mutigen Mann bedanken, der ihm, seiner Frau und den beiden kleinen Enkeltöchter während eines heftigen Unwetters beherzt zu Hilfe kam. 

  1 / 2   Karl und Margareta Thumfarth mit den beiden Enkeltöchtern Michelle und Anna. Foto: Roman Gutenthaler

Furchtbare Angst hatten die beiden kleinen Enkeltöchter Anna (10) und Michelle (6) von Karl und Margareta Thumfarth, als sie am 25. Juli gegen 17.30 Uhr mit Oma und Opa auf der Heimfahrt bei Reichenstein (Tragwein) in das schlimme Unwetter gerieten.

„Rund um uns ging die Welt unter, und die Kinder im Auto hatten schreckliche Angst“

„Bei Reichenstein brach das Unwetter erst richtig los, wir fühlten uns wie mitten in einem Hurrikan. Als dann direkt vor uns ein Baum auf die Straße fiel und uns den Weg versperrte, musste ich umdrehen. Doch gut 200 Meter vor der Pfahlmühle stürzte wieder vor unseren Augen ein Baum auf die Straße. Im Auto brach die Panik aus“, schildert Karl Thumfarth aus Schlag (Grünbach) die bangen Minuten. „Meine Frau und die Mädchen waren total verzweifelt und legten sich in unserem VW-Bus auf den Boden. Das Handy hatte kein Netz, wir konnten keine Hilfe rufen, und rund um uns ging die Welt unter!“ 

„Mann riss seinen Kofferraum auf und kam uns mit einer Motorsäge zu Hilfe“ 

Nach gut fünf Minuten kam zum Glück die Rettung in Form eines unbekannten Mannes: „Ein blauer Dacia Duster kam auf der Gegenfahrbahn auf uns zu und blieb vor dem umgestürzten Baum stehen. Der Lenker sprang ohne Zögern trotz ärgstem Unwetter aus seinem Wagen, eilte zum Kofferraum und lief mit einer Motorsäge bewaffnet zum Baum. Der Mann schnitt die Äste vom Stamm, und ich half ihm sofort beim Wegräumen. Als der Weg endlich frei war, rief er uns nur zu: Schnell, schnell fahrt los! Ich konnte mich bei ihm gar nicht richtig bedanken“, erzählt Karl Thumfarth, der schlussendlich mit seiner Frau und den Enkeltöchtern unbeschadet weiterfahren konnte. Die Großeltern und die Enkerl waren dank dem Helfer noch einmal mit dem Schrecken davon gekommen. 

„Danke an unseren Retter in der Not“ 

„Auf diesem Weg möchten wir uns herzlich bei dem unbekannten Retter in der Not bedanken. Er war als unser Schutzengel zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, so Familie Thumfarth.


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