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NEUMARKT. Einen ekelerregenden Fund machte Familie Zarzer aus Schallersdorf in ihrem Getreidefeld, Minuten bevor der Mähdrescher anrückte: Unbekannte hatten den aufgetauten, bereits verdorbenen Inhalt einer Gefriertruhe einfach dort entsorgt.

Nur Minuten, bevor der Mähdrescher das Getreidefeld aberntete, kam der Sack mit seinem stinkenden Inhalt zum Vorschein. Foto: privat

Den Geruch wird Heidi Zarzer so schnell nicht mehr aus der Nase bringen: Sie musste den grauslichen, mehrere Kilo schweren Fund aus dem Triticale-Feld auf dem Güterweg neben dem Feld bis nach Hause tragen. „Obwohl ich die verdorbenen Lebensmittel in zwei weitere Säcke verpackt habe, stinkt alles noch immer fürchterlich“, ärgert sich die Bäuerin, die mit ihrem Mann Wolfgang den Hof im Vollerwerb betreibt.

Warum nicht gleich ins ASI?

Für sie unverständlich: „Wieso fährt jemand extra her und schmeißt seinen Müll in unser Feld? Da hätte er oder sie ja gleich ins Altstoffsammelzentrum fahren können.“ Zum Glück waren die Abfälle vor dem Dreschen zum Vorschein gekommen, sonst wäre die Körnerernte schwer in Mitleidenschaft gezogen worden und teilweise unbrauchbar geworden. Rückschlüsse auf die Herkunft des Fundes gibt es nicht. „Es waren zwar einige Gefriersackerl zum Selbstbefüllen dabei, genauer haben wir aber auch nicht nachgeschaut“, sagt die Bäuerin. 

Bauern häufig mit Müll konfrontiert

Mit Müll auf Wiesen und Feldern, seien es Aludosen, Bierflaschen oder Fastfood-Verpackungen, seien Landwirte ja leider häufig konfrontiert. Heidi Zarzer: „Das ist traurig genug, aber so viel Nahrung wegzuschmeißen, das setzt dem noch die Krone auf. Anscheinend kosten Lebensmittel so wenig, dass es nicht schade drum ist, sie auf diese Weise zu entsorgen.“ Den Sack mit seinem stinkenden Inhalt wird die Bäuerin wohl oder übel selbst im Altstoffsammelzentrum entsorgen müssen.


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