Original aus Pregarten: Inge Windischhofer, Jongleurin der Ehrenämter
PREGARTEN. Mit mehren Ehrenämtern gleichzeitig jongliert Inge Windischhofer aus Pregarten. Die 65-Jährige engagiert sich in der Pfarre, in der Bruckmühle, beim Lions-Club und im Wirtschaftsvorstand sowie bei der Entwicklungshilfegruppe FIP von Kolping Linz. Ihr erstes Ehrenamt bekleidete sie im Theaterclub Comedia.

Seit 1987 wohnt die gebürtige Königswiesenerin in Pregarten, hat dort mit ihrem mittlerweile verstorbenen Mann Ephrem Windischhofer ein Haus in Silberbach gebaut. Drei Kinder zog das Paar groß. „Als Geschäftsführerin des Linzer Kolpinghauses war ich beruflich sehr eingespannt und hatte neben der Familie noch nicht so viel Zeit für Ehrenämter“, erzählt Inge Windischhofer. Wohl aber hatte sich in Pregarten herumgesprochen, dass sie ein Händchen für Zahlen hat, und so wurde sie 1999 Kassierin im neu gegründeten Pregartner Theaterclub Comedia. Im Hintergrund kümmerte sie sich außerdem um das Rundherum bei den verschiedensten Theaterproduktionen und engagierte sich in der Kinder- und Jugendarbeit des Vereins unter der Führung von Regina Nader.
„Leider ist es derzeit gar nicht einfach, genügend Schauspieler, aber vor allem Mitarbeiter für Bühne, Technik oder Organisatorisches zu begeistern,daher ruht der Theaterclub Comedia seit gut drei Jahren“, sagt Windischhofer.
Frau Präsidentin
2011 war sie eines der Gründungsmitglieder des Lions-Clubs Pregarten, und für ein Jahr sogar dessen Präsidentin. „Heute bin ich einfaches Mitglied und habe viel Freude daran, Veranstaltungen für einen guten Zweck zu organisieren. Der Erlös kommt jenen in der Region zugute, die in Not sind.“
Schicksalsschlag
Als die Pension näherrückte, bat Pfarrer Aichhorn Inge Windischhofer, sich im Pfarrgemeinderat zu engagieren. So kam sie zu ihrem Ehrenamt als Obfrau des Finanzausschusses und als Mitglied des Bauausschusses.
Als ihr Ehemann 2013 schwer erkrankte und schließlich im Jahr 2014 verstarb, zog sich die Pregartnerin aus ihren Ehrenämtern zurück und legte eine Pause ein. Als aber der Neubau des Pfarrheims zu stemmen war, war Inge Windischhofer wieder zur Stelle.
Liebkind Bruckmühle
Viel Herzblut steckt auch in der Bruckmühle Pregarten. „Die Bruckmühle hat mich, da sie ein Liebkind meines Mannes war, schon immer begleitet. Sie liegt mir sehr am Herzen“, sagt Inge Windischhofer. Als der damalige Bürgermeister Toni Scheuwimmer sie 2015 fragte, ob sie sich vorstellen könne, den Vorsitz des Aufsichtsrates zu übernehmen, war sie überrascht, sagte aber nach einer Woche Bedenkzeit zu. Zudem ist die Pregartnerin auch noch Schriftführerin im Förderverein der Bruckmühle.
„Ich versuche, möglichst viel in der Bruckmühle zu sein und mit dem Förderverein Lobbying für diese großartige Kultureinrichtung zu betreiben. Momentan hat der Verein 120 Mitglieder. Mein Ziel sind 500“, schmunzelt Inge Windischhofer, deren Bruder im übrigen Missionar Pfarrer Franz Windischhofer, der in Peru wirkt, ist.
„Ich profitiere sehr von meinen Ehrenämtern“
„Meine Ehrenämter machen mir, obwohl viel Arbeit dahintersteckt, viel Spaß. In den Vereinen und in der Pfarre, da passiert das Leben der Gemeinde, steckt Gemeinschaft dahinter. Ich profitiere auch sehr von meinen Ehrenämtern. Zum Beispiel habe ich schon so viele interessante Menschen kennengelernt, mit denen ich sonst wohl nicht so leicht ins Gespräch gekommen wäre“, resümiert Windischhofer. Wenn ihr Zeit bleibt, kocht und liest die dreifache Oma gerne, geht gerne im Wald spazieren und verbringt Zeit mit ihrem Partner Fritz.


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