Josef Brandstätter - Der am längsten amtierende Bürgermeister Lasbergs

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Mag. Michaela Maurer Mag. Michaela Maurer, Tips Redaktion, 22.09.2021 18:15 Uhr

LASBERG. Josef Brandstätter ist seit 26 Jahren im Amt und somit der am längsten amtierende Bürgermeister von Lasberg. Bei der Wahl am 26. September tritt er nicht mehr an und überlässt das Amt einem Nachfolger. Mit Tips sprach er über die schönen, aber auch die schwierigen Momente seiner Amtszeit.

Mit Politik kam Josef Brandstätter bereits früh in Berührung. Sein Großvater, der ebenfalls Josef Brandstätter hieß, war Bürgermeister der Gemeinde Lasberg. „Er hat immer viel von seiner Tätigkeit erzählt. Ich habe als Kind schon gerne seinen Geschichten gelauscht“, erzählt Brandstätter. Später war er Mitglied bei der Jungen ÖVP und ab 1984 Jugendgemeinderat. Danach wurde er Bauernbundobmann, Vizebürgermeister und am 5. Mai 1995 Bürgermeister von Lasberg.

Viele Projekte umgesetzt

„Als Bürgermeister war es mir immer wichtig, für jeden erreichbar zu sein. Oft sind die kleinen Anliegen genauso wichtig wie die großen Bauprojekte“, erklärt der Bürgermeister sein Verständnis für das Amt. Während seiner Amtszeit war er an vielen großen Projekten in der Gemeinde beteiligt: Das Freibad wurde generalsaniert, das Feuerwehrhaus neu gebaut, die Volksschule wurde saniert, zwei Krabbelgruppen geschaffen, ein Haus für betreubares Wohnen wurde errichtet, alle Siedlungen der Gemeinde mit Abwasserkanälen versorgt und das Altstoffsammelzentrum erneuert. „Güterweg- und Straßenbau sind vor allem in ländlichen Gemeinden sehr wichtig und ein Dauerthema.

Auch die Schaffung von Bauland war mir persönlich immer sehr wichtig. Nur so kann man Jungfamilien im Ort halten. In meiner Amtszeit wurden in der Gemeinde zirka 150 Häuser und fünf Mietwohnhäuser gebaut“, blickt Brandstätter zurück. Beide Sportplätze wurden neu gebaut und das neue Musikheim und Amtshaus am 3. November 2019 fertiggestellt. „Ein langfristiges Projekt, das mich die ganze Amtszeit über begleitet hat, war der Geh- und Radwegbau zwischen Lasberg und Freistadt. Hier hatten wir eine gute Zusammenarbeit mit Freistadt. Eine Etappe steht noch an.“

Erhalt des Seniorenheims

„Besonders wichtig war mir der Erhalt und die Erneuerung des Bezirksseniorenheims in der Gemeinde. Gemeinsam mit dem damaligen Bezirkshauptmann Hans Peter Zierl haben wir um den Erhalt des Standortes gekämpft. Es war immerhin das erste Seniorenheim im Bezirk Freistadt und entstand schon vor zirka 130 Jahren. Damals wurde es durch eine Stiftung einer Lasberger Familie geführt, mittlerweile wird es vom Sozialhilfeverband Freistadt geleitet“, erzählt Brandstätter.

Eine gute Gemeinschaft und Zusammenarbeit waren Brandstätter immer ein großes Anliegen. „Ich habe viele schöne Momente erlebt, manchmal war es aber auch schwierig. Vor allem dann, wenn man nicht zur vollen Zufriedenheit helfen konnte.“ In Erinnerung wird dem Bürgermeister immer der Bau der S10 bleiben. „Das Projekt hat uns lange beschäftigt und die Wogen gingen oft hoch. Ich bin froh, dass wir für die Bürger und Anrainer viel abwenden konnten und die Schnellstraße nur in kleinen Bereichen als offene Trasse geführt wird. Leider konnten wir nicht alle Forderungen durchbringen. Ich bitte um Nachsicht, wenn ich die Erwartungen, die an mich als Bürgermeister gestellt wurden, nicht ganz erfüllen konnte.“

„Gute Entwicklung“

„Ich freue mich, dass wir in der Gemeinde Lasberg eine so hohe Lebensqualität als attraktive Wohngemeinde halten können und auch wirtschaftlich eine gute Entwicklung machen konnten“, sagt Brandstätter. „Ich bedanke mich bei allen – vor allem meiner Frau und meiner Familie –, den Bürgern für ihr Vertrauen, allen engagierten Mitarbeitern der Gemeinde und den Ehrenamtlichen in den Organisationen für die gute Zusammenarbeit.“

 

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