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UNTERWEISSENBACH. Seit 1996 wird das EU-Förderprogramm Leader erfolgreich in der Region Mühlviertler Alm umgesetzt. Das dies auch in Zukunft so bleibt, wurden in den vergangenen Monaten in einem intensiven Bürgerbeteiligungsprozess zahlreiche Visionen und konkrete Ideen zur Weiterentwicklung der Lebensregion Mühlviertler Alm gesammelt. Diese bilden die Grundlage für die neuerliche Bewerbung für die Förderperiode 2023 bis 2027.

Obmann Hans Holzmann und GF Renate Fürst (vorne rechts) freuten sich über Teilnehmer aller 10 Mühlviertler Alm-Gemeinden beim Regions-Workshop. (Foto: Verband Mühlviertler Alm)

Leader stärkt den ländlichen Raum, fördert die regionale Wirtschaft und steigert die Lebensqualität in den Regionen. Leader lebt vom Innovationsgeist und dem Engagement der Menschen vor Ort und ermöglicht den größten thematischen Spielraum im Bereich der Regionalentwicklung. Leader bietet der Mühlviertler Alm seit nunmehr 26 Jahren die Chance ihre Entwicklung selbst in die Hand zu nehmen. Die Bilanz ist beachtlich: 210 Projekte wurden umgesetzt. Dabei wurden mehr als 24 Mio. Euro vorrangig in der Region investiert und es flossen dazu rund zehn Mio. Euro Leader-Förderungen in die Region.

 Instrument für die Entwicklung

Leader wird auch in Zukunft ein wichtiges Instrument für die Entwicklung von ländlich, peripheren Regionen sein. Es wird die Möglichkeit bieten, innovative Projektideen anzugehen, die in klassischen Förderprogrammen normalerweise keinen Platz finden. Ein entscheidendes Kriterium dazu ist die „Lokale Entwicklungsstrategie 2023 bis 2027“. So fand bereits im Sommer 2021 ein Start-Workshop mit Impulsreferat von Johann Lefenda von der OÖ Zukunftsakademie zum Thema „Megatrends“ statt. Workshops zu den Themen Jugend, Tourismus, Landwirtschaft, Wirtschaft, Klima und Soziales folgten. Im Jänner fanden in allen zehn Mühlviertler Alm-Gemeinden Workshops in analoger, digitaler oder hybrider Form statt. Ebenfalls wurde die Möglichkeit einer Online-Beteiligung geboten. Die Fülle an Visionen und Ideen zur Weiterentwicklung der Mühlviertler Alm wurden von den Leader-Managern Renate Fürst und Kurt Prandstetter geclustert und beim Regions-Workshop in Kaltenberg vorgestellt. Als zentrales Thema wird sich die „Demografische Entwicklung in der Region Mühlviertler Alm“ durch die neue Leader-Periode ziehen. Unter diesem Aspekt wurden die Handlungsfelder in Kleingruppen diskutiert und über mögliche Strategien, Entwicklungsziele und konkrete Maßnahmen beratschlagt.

 Lokale Entwicklungsstrategie

Nun gilt es die gemeinsam erarbeiteten Themen in den vier Aktionsfeldern Wertschöpfung, natürliche Ressourcen - kulturelles Erbe, Gemeinwohl und Klima in der „Lokalen Entwicklungsstrategie 2023 bis 2027“ niederzuschreiben. Anfang Mai sind die Bewerbungsunterlagen beim Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus einzureichen. Nach einer intensiven Prüfungsphase, einem Regionsgespräch und allfälliger Nachbesserungen wird es zu Jahresmitte 2023 die Entscheidung über eine neuerliche Anerkennung als Leader-Region Mühlviertler Alm geben.

 

 

 

 


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