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ST. LEONHARD/EDINET. Hunderten vor dem Krieg geflüchteten Ukrainern, großteils Mütter mit Kindern und Großeltern, hat der der Verein AREAP mit Unterstützung aus Österreich schon verpflegt und beherbergt. Doch der Ansturm hält an, es fehlt an Quartieren. Der Plan von Tom Zuljevic-Salamon aus St. Leonhard, ein Holzhausdorf für Geflüchtete zu bauen, nimmt konkrete Gestalt an.

  1 / 13   Viele Essenspakete liefern Helfer täglich an Geflüchtete in Notunterkünften ausgeliefert. Dazu kommen Essensboxen für Neuankömmlinge aus der Ukraine. Mehr Fotos vom Geschehen in Nordmoldawien unter www.tips.at/freistadt (Foto: privat)

Seit Jahren arbeiten Zuljevic-Salamon und seine Frau Judy mit AREAP in Nordmoldawien zusammen, vor allem bei einer Wohngemeinschaft für ehemaligen Patienten von psychiatrischen Spitälern. Seit Kriegsausbruch drängen unzählige Flüchtlinge aus der Ukraine in die Region. „Wir haben gemeinsam mit der Volkshilfe eine Spendenbrücke aufgebaut und können die ankommenden Menschen gut mit Essen, Kleidung, Medizin und Hygienematerial versorgen“, so der St. Leonharder. Rund 350 Menschen haben in fünf Häusern in der Stadt Edinet, 30 Kilometer von der ukrainischen und 20 Kilometer von der rumänischen Grenze entfernt, Unterkunft gefunden, zahlreiche weitere bei der sehr hilfsbereiten, wenn auch armen moldawischen Bevölkerung in Privatquartieren.

Fluchtwelle ebbt nicht ab

Doch die Welle der Geflüchteten nimmt weiter zu, Familien campieren mittlerweile in Buswartehäuschen. Zulievic-Salmon hat daher während seiner jüngsten, 19-stündigen Heimreise aus Nordmoldawien den Plan ersonnen, ein Dorf mit Holzhäuschen zu errichten. Dort sollen weitere hundert Menschen für ein paar Wochen ein sicheres Quartier finden können. „Zehn Häuschen sollen es werden, die Realisierung ist mühsam, aber es wird aller Voraussicht nach klappen“, freut sich der unermüdliche Helfer. Die Kosten von rund 45.000 Euro werden mit Hilfe von Privat- und Firmenspenden finanziert. Das Grundstück für den Gartenhauspark gehört dem gemeinnützigen Verein AREAP, der eigentlich als Weiterbildungs-Einrichtung gegründet worden war und jetzt eine Suppenküche auch für Geflüchtete nach Art von Essen auf Rädern betreibt. „Die Gemeinde steht voll hinter dem Holzhausprojekt“, berichter Zuljevic-Salamon. Auf dem Grundstück stehen zwei Gebäude, in denen Küche, Administration sowie Duschen und Toiletten untergebracht werden können. Die Renovierung läuft bereits.

Nachnutzung gesichert

Die gut 22 Quadratmeter großen Holzhäuser werden aus Preisgründen in Litauen bestellt und in Form von Fertigteilen geliefert, auf einem Betonfundament aufgebaut und an die Kanalisation angeschlossen. Auch für die Zeit nach dem Krieg gibt es schon einen Plan: „Analog zur Wohngemeinschaft machen wir daraus einen vollbetreuten Wohnpark für ehemalige Psychiatrie-Patienten.“ Bis diese Zeit kommt, wird es allerdings noch Monate dauern, fürchtet Zuljevic-Salamon. „Die Zahl der Flüchtenden nimmt weiter zu, auf dem Rücken der Menschen werden Verhandlungsspielchen ausgetragen.“ Spätestens Anfang Mai will der St. Leonharder wieder die 19-stündige Reise nach Edinet antreten und das Projekt auf Schiene bringen.

Unterstützt werden kann das Holzhauspark-Projekt mit Spenden auf folgendes Konto:

AT52 3446 0802 0531 6831

Querdenker Moldawien


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