Forschungsstipendium: Windhaagerin ist Alzheimer auf der Spur
WINDHAAG/INNSBRUCK. Larissa Traxler erforscht Parallelen zwischen Krebszellen und Alzheimer-Nervenzellen, um herauszufinden, ob Krebsmedikamente auch bei Alzheimer eingesetzt werden können. Die Molekularbiologin aus Windhaag erhielt dafür nun das mit 25.000 Euro dotierte Women-in-Science-Stipendium.

Die Forscherin stammt aus Obernschlag, Gemeinde Windhaag bei Freistadt, und wuchs als zweite von insgesamt fünf Schwestern auf einem Bauernhof auf. Mittlerweile ist Larissa Traxler als Molekularbiologin an der Uni Innsbruck erfolgreich tätig. Für ihre Untersuchungen über den Einfluss des zellulären Zuckerstoffwechsels auf die Nervenzellen bei Alzheimer-Patienten wurde sie nun mit dem Women-in-Science-Stipendium ausgezeichnet und erhält 25.000 Euro. Traxler will in ihrer Forschung die Parallelen zwischen den Stoffwechselveränderungen in Krebszellen und Alzheimer-Nervenzellen besser verstehen, um möglicherweise Krebsmedikamente zur Behandlung von Alzheimer einzusetzen. „Obwohl die Verbindung von Alzheimer und Krebs noch wenig erforscht ist, eröffnen sich durch unsere Erkenntnisse neue Möglichkeiten zur Behandlung von Alzheimer“, sagt Taxler.
Die gebürtige Windhaagerin hatte von jeher großes Interesse an Medizin, wollte aber nicht in einem Krankenhaus tätig sein. „Mit der Molekularbiologie habe ich eine Mischung aus Medizin und Forschung gefunden, die mich fasziniert“, sagt Larissa Traxler. „Ich will mit meiner Arbeit was weiterbringen“, fügt sie hinzu und spielt dabei auf neue Medikamente an, die Alzheimer eindämmen oder stoppen können. In ihrer Freizeit geht die Forscherin gerne in die Berge und hebt mit dem Paragleit-Schirm ab. „Ich suche beruflich und in der Freizeit Herausforderungen.“ Im Labor müsse sie ebenso 100 Prozent fokussiert auf ihr Tun sein wie beim Paragleiten. Ein Video über Traxler gibt es auf https://vimeo.com/775851029


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