„Unser Marktplatz – unser Fest“ - Gutau feiert seinen neuen Ortskern
GUTAU. Ein ganz besonderer Meilenstein wird am Sonntag, 31. Mai in Gutau gefeiert: Mit einem großen Fest wird die Neugestaltung des Marktplatzes offiziell eröffnet.

Unter dem Titel „Unser Marktplatz – unser Fest“ steht dabei nicht nur die Fertigstellung eines Bauprojekts im Mittelpunkt, sondern vor allem das Ergebnis eines intensiven, gemeinschaftlichen Prozesses.
Der Festtag beginnt um 9 Uhr mit der Segnung des neuen Friedensplatzes bei der Kirche. Um 9.30 Uhr folgt ein Gottesdienst direkt am Marktplatz. Der offizielle Festakt startet um 10.30 Uhr, bei dem auch drei Landesräte anwesend sein werden. Nach dem traditionellen Frühschoppen geht das Programm in einen musikalischen Nachmittag über – ganz im Zeichen von „Gutau für Gutau“ mit regionalen Musikgruppen. Den krönenden Abschluss bildet um 18 Uhr das Abschiedskonzert der Band „The Moochers“. Beim Eröffnungsfest ist auch für Familien bestens gesorgt: Eine Kinderbetreuung wird angeboten, und die kulinarische Versorgung direkt am Marktplatz sorgt dafür, dass niemand hungrig bleibt.
„Ein Platz für alle“
Neben dem Festprogramm lädt eine Ausstellung dazu ein, die Entwicklung des Projekts nachzuvollziehen. Denn der neue Marktplatz ist das Ergebnis eines langen Weges. Bereits 2018 fiel im Rahmen des Agenda-Prozesses „Gutau mei Mittn“ der Startschuss. Über fünf Jahre hinweg wurde intensiv diskutiert, geplant und vor allem die Bevölkerung eingebunden. „Von Anfang an war klar, der neue Marktplatz soll kein Projekt von Mandataren sein, sondern ein Platz für alle – und daher auch mit allen gestaltet“, sagt Bürgermeister Josef Lindner.
Kriegerdenkmal
Ein sensibles Thema war die Verlegung des Kriegerdenkmals. In enger Abstimmung mit dem Kameradschaftsbund wurden respektvolle Lösungen erarbeitet. Heute befindet sich das Denkmal an einem würdigen Ort bei der Kirche, wo Besucher in Ruhe gedenken können.
Besonderes Augenmerk lag auch auf den Bedürfnissen der Anrainer sowie der lokalen Betriebe. Der Marktplatz vereint nun Aufenthaltsqualität mit funktionierender Infrastruktur. Drei Gasthäuser, ein Café und ein Lebensmittelmarkt profitieren von der Neugestaltung ebenso wie Besucher. „Insgesamt stehen 24 Kurzparkplätze zur Verfügung, deren Einhaltung vom Wachdienst kontrolliert wird. Dauerparkmöglichkeiten gibt es ausreichend im Umfeld.“
Marktbrunnen saniert
Der denkmalgeschützte Marktbrunnen blieb an seinem Standort und wurde umfassend saniert. Auch Barrierefreiheit spielte eine zentrale Rolle bei der Planung. Die neue Beleuchtung hebt die Qualität des öffentlichen Raumes deutlich, während moderne Strom- und Wasseranschlüsse sowie Vorrichtungen für Sonnenschirme Veranstaltungen und kleine Schanigärten erleichtern. Erste Bewährungsproben – etwa beim Perchtenlauf oder beim Adventmarkt – zeigten bereits, wie praktikabel die neue Infrastruktur ist.
Auch optisch wurde der Platz aufgewertet. Fünf neu gepflanzte Bäume sowie Blumen und Grünflächen bringen Frische und Aufenthaltsqualität ins Zentrum. Eine besondere Herausforderung stellte die durchführende Landesstraße dar. Trotz laufendem Verkehr und notwendiger Aufrechterhaltung der Nahversorgung gelang die Umsetzung dank enger Zusammenarbeit mit der Landesstraßenverwaltung sowie den Straßenmeistereien Pregarten und Freistadt reibungslos.
„Operation am offenen Herzen“
Die Bauphase selbst glich, wie es Bürgermeister Lindner treffend beschrieben hat, „einer Operation am offenen Herzen“. Der laufende Betrieb musste jederzeit gewährleistet bleiben – eine Herausforderung, die durch präzise Abstimmung aller Beteiligten gemeistert wurde. Großen Anteil daran hatten auch die ausführenden Firmen sowie Architekt Markus Lobmaier, der das Projekt mit lösungsorientierter Planung begleitete. Mit Gesamtkosten von 1.874.137 Euro ist das Projekt vollständig durchfinanziert, alle möglichen Fördermittel wurden ausgeschöpft.


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