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BEZIRK FREISTADT. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für das Gemeinwohl und sind systemrelevant für unsere Zivilgesellschaft: Jedes Jahr absolvieren mehr als 600 junge Männer ihren Zivildienst im OÖ Roten Kreuz. Aufgrund geburtenschwacher Jahrgänge wird es jedoch immer schwieriger, noch offene Stellen zu besetzen. Besonders für den Einrücktermin im April warten freie Plätze auf Bewerber in ganz Oberösterreich.

Das Rote Kreuz braucht Zivildiener für den Einrücktermin im April. (Foto: OÖRK/marketingfuchs.at)
Das Rote Kreuz braucht Zivildiener für den Einrücktermin im April. (Foto: OÖRK/marketingfuchs.at)

Zivildiener Matthias Ahammer aus Eberschwang sitzt am Steuer des Rettungsautos und fährt mit seinem Kollegen Yannis ins Krankenhaus, um einen Patienten nach Hause zu bringen. „Ich helfe gerne anderen Menschen und möchte mich sinnvoll für unsere Gesellschaft einbringen“, sagt der 22-Jährige aus Eberschwang. Seit April 2023 leistet Matthias Zivildienst im OÖ. Roten Kreuz, genauer gesagt an der Dienststelle Linz-Stadt.

Bewusst entschied er, seinen Zivildienst nicht in der unmittelbaren Wohnumgebung zu machen. „Es ist eine abwechslungsreiche Tätigkeit. Mir gefällt der Kontakt mit Menschen und ich sammle viele wertvolle Erfahrungen“, erzählt der gelernte Installateur. „Auch später“, so erzählt Matthias, „bleibe ich dem OÖ. Roten Kreuz als freiwilliger Mitarbeiter treu. Ich habe tolle Erfahrungen gemacht und überlege, vielleicht auch beruflich beim Roten Kreuz einzusteigen.“ Zivildiener sind im OÖ. Roten Kreuz hauptsächlich im Rettungsdienst tätig. Sie sind bei einem Drittel aller Rettungseinsätze dabei und unverzichtbar, um flächendeckend rasche Hilfe zu garantieren. „Menschen, die sich für andere einsetzen, sind meist auch im späteren Arbeitsleben besonders aktiv und verantwortungsbewusst“, erklärt Walter Aichinger, Präsident des OÖ. Roten Kreuzes.

Zivildienst: Bewährtes Modell seit 1975

Das Engagement im OÖ. Roten Kreuz verleiht Zivildienern zusätzlich die Fähigkeit, im Fall der Fälle richtig Erste Hilfe leisten zu können. Rund 80 Prozent der Zivildiener bleiben dem OÖ. Roten Kreuz als freiwillige Mitarbeiter weiter treu. „Diese Verbundenheit zeigt, dass die überwiegende Mehrheit der jungen Männer ihren Zivildienst als positiv, sinnstiftend und bereichernd erlebt. „Auch unsere Bevölkerung profitiert vom Zivildienst“, betont Aichinger. Laut einer Studie der Wirtschaftsuniversität liegt der finanzielle Mehrwert des Zivildienstes österreichweit bei 700 Millionen Euro.

Demografischer Wandel erschwert Suche nach Zivildienern

Die Zahl junger Menschen geht laut Statistiken sukzessive zurück. „Daher wird es immer herausfordernder, genügend Zivildiener zu finden – besonders für die Einrücktermine im April und Juli“, verrät der Rotkreuz-Präsident. „Zivildiener sind ein wichtiges Bindeglied in unserem engmaschigen Netzwerk der Hilfe“, weiß Aichinger. Weitere Infos: https://www.roteskreuz.at/oberoesterreich/ich-will-helfen/zivildienst bzw. www.helden-wie-wir.at


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