Heinz Ladendorfer: Mit 61 aus dem Leben gerissen
LASBERG/FREISTADT. Im 61. Lebensjahr ist Heinz Ladendorfer am Mittwoch aus dem Leben gerissen worden. Nicht nur in seiner Heimatgemeinde Lasberg, auch bei seinen Kollegen in der Bezirkshautpmannschaft Freistadt ist die Trauer groß.

Heinz Ladendorfer, Jahrgang 1963, war seit 1987 bei der Bezirkshauptmannschaft Freistadt tätig. Seit 1998 war er leitender Referent im Sicherheitsbereich. „An seinem Todestag hat er noch Gemeindebesuche gemacht und über Blackout-Vorsorge informiert, auch heute wollte er noch vier Gemeinden besuchen“, ist Bernhard Klein, Stellvertreter von Bezirkshauptfrau Andrea Wildberger, tief betroffen. Ladendorfer war nicht nur Sicherheitsbeauftragter der BH und lange Jahre Ansprechpartner für die Lehrlinge. Vor dem EU-Beitritt war er auch für fremdenpolizeiliche Aufgaben zuständig. „Damals gab es viele Anhaltungen an der Grenze laut Fremdenrecht, in dieser arbeitsintensiven Zeit hat Heinz eine enorme Routine entwickelt“, so Klein. Das Kontaktnetz des Lasbergers, auch zu Polizei und Landeskriminalamt, war beinahe legendär. Betraut war er auch mit den Bereichen Waffenrecht, Pyrotechnik und Sprengmittel sowie mit Betretungs- und Annäherungsverboten, die von der Polizei ausgesprochen wurden.
Bernhard Klein behält seinen langjährigen Kollegen als sehr geselligen, umtriebigen Menschen in Erinnerung, der auch im Haus stark für das Miteinander engagiert war und stets auch die rege Teilnahme am Landesskitag organisiert hat. „Heinz Ladendorfer wollte in zwei Jahren in Pension gehen, wir haben natürlich schon Mitarbeiter in seinen Fachbereich einbezogen, aber es wird schwer, in diese Fußstapfen zu treten.“ Auch Bezirkshauptfrau Andrea Wildberger ist von dem plötzlichen Todesfall ihres Mitarbeiters geschockt. „Wir hatten in der Früh schon eine Krisensitzung in der BH“, erzählt sie.
Eine Riesenlücke hinterlässt Heinz Ladendorfer auch bei der Sportunion Lasberg. Zehn Jahre, von 2008 bis 2018, stand er dem Verein als Obmann vor. Ladendorfer und sein Team bewerkstelligten in dieser Zeit viele Bauvorhaben, wobei die Neuerrichtung des Sportplatzes sicherlich der größte Brocken war. Auf sportlicher Seite waren neben dem Landesmeistertitel und dem dritten Platz der Volleyballspieler bei den österreichischen Staatsmeisterschaften im Jahr 2015 im Mixed-Bewerb, der Aufstieg der Fußballkampfmannschaft in die erste Klasse das besondere Highlight dieser zehn Jahre. Als Platzsprecher war Ladendorfer bei fast jedem Heimspiel Garant für gute Stimmung. „Zuletzt hat er am Samstag noch ein Spiel kommentiert“, sagt Thomas Reidinger, der im Februar 2018 von Ladendorfer die Funktion des Union-Obmanns übernahm. Ladendorfer wurde zum Ehrenobmann ernannt. „Heinz hat nicht über die Dinge geredet, er hat sie umgesetzt, er war ein klassischer Macher. Was er angegriffen hat, ist was geworden“, sagt Reidinger. „Er war der Erste am Platz und der Letzte, der heimgegangen ist. So einen kann man einfach nicht ersetzen.“
Der Lasberger hinterlässt seine Lebenspartnerin und drei erwachsene Kinder.


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