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FREISTADT. Der Sozialmarkt arcade feierte sein 15-jähriges Bestandsjubiläum. Obfrau Elisabeth Leitner wurde mit der Humanitätsmedaille gewürdigt.

  1 / 7   Humanitätsmedaille für Leitner: v.l. LAbg. Josef Naderer, Landesrat Michael Lindner, Elisabeth Leitner, Bürgermeister Christian Gratzl (Foto: arcade)

Es sollte ihn, in einem wohlhabenden Land wie Österreich, eigentlich gar nicht geben dürfen - den Sozialmarkt „arcade“. Und dennoch besteht er nun schon 15 Jahre. Mit einem kleinen Festakt wurde diese Tatsache gewürdigt. Zahlreiche Festgäste, darunter Landesrat Michael Lindner, Landtagabgeordneter Josef Naderer, Freistadts Bürgermeister Christian Gratzl, Hausbesitzer Bernhard Kittel, viele Vertreter der maßgeblichen Sozialorganisationen in Freistadt, der Kooperationspartner Rotes Kreuz Freistadt, viele jahrelange Unterstützer und Freunde stellten sich zu dieser Feier ein.  

560 Familien sind einkaufsberechtigt

2009 wurde der Betrieb ganz klein in der Böhmergasse begonnen. Gemeinsam und mit Unterstützung durch Freistädter Betriebe wurde das Geschäftslokal adaptiert. Die Waren wurden damals noch mit den Privat-Autos eingesammelt. Nach fünf Jahren waren schon 260 Familien einkaufsberechtigt, aktuell sind es 560 Familien in Freistadt und Umgebung und die Zahl der Menschen, die auf diese Unterstützung zurückgreifen, steigt nach wie vor kontinuierlich an. Es sind vor allem Mindestpensionisten, Familien mit Kindern, Alleinerziehende, sogenannte „working poor“, also jene Personen, deren Einkommen trotz regelmäßiger Erwerbstätigkeit unter der Armutsgrenze liegt. Einkaufsberechtigungen erhält man mit Nachweis des Einkommens bei den Sozialberatungsstellen des Sozialservice Freistadt und Pregarten bzw. für den RotKreuzMarkt Unterweißenbach beim Sozialhilfeverband. Diese Berechtigung gilt in allen drei Sozialmärkten des Bezirkes.

Humanitätsmedaille überreicht

2015 wurde in die Zemannstraße 35 übersiedelt. Hier hat der Sozialmarkt bei Bernhard Kittel ein Geschäftslokal zur Verfügung, das ausreichend Platz und Barrierefreiheit für Kunden und Mitarbeiter bietet und dank Bernhard Kittel auch finanziell zu stemmen ist. Im Rahmen dieses Festaktes wurde an die Nachfolgerin von Gründungsvater Herbert Stummer, die nunmehrige Obfrau des Vereines, Elisabeth Leitner von Josef Naderer in Vertretung von Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer die Humanitätsmedaille des Landes OÖ überreicht. „Ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, ich nehme sie aber auch stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter entgegen, die großartige Arbeit leisten und ohne die es undenkbar ist, ein Geschäft wie die arcade am Laufen zu halten,“ sagt Elisabeth Leitner. Musikalisch umrahmt wurde diese Feier von der „Flower Girls Musik“, drei ausgezeichneten junge Musikerinnen.


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