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WARTBERG. Sein 50-jähriges Jubiläum als Chorleiter von „pro musica“ feiert heuer Helmut Wagner. Tips hat mit dem Wartberger über seine musikalische Reise gesprochen.

Helmut Wagner (m.) ist seit 1975 Chorleiter von „pro musica“ und denkt noch nicht ans Aufhören! (Foto: pro musica)

Tips: Sie sind seit 1975 Chorleiter bei „pro musica“. Haben Sie den Chor gegründet?

Helmut Wagner: Der Chor ist aus der katholischen Jugend hervorgegangen. Wir waren eine Gruppe talentierter Sänger. Der damalige Pfarrer hat uns dann dazu motiviert, etwas daraus zu machen. Wir haben vorerst Messen gestaltet, sind aber auch langsam in den weltlichen Bereich gerutscht. Begonnen haben wir mit 15 Mitgliedern, derzeit sind es 60. Ich war am Anfang sehr gefordert als Leiter, habe parallel die Chorleiter-Ausbildung gemacht und bin nach und nach in die Aufgabe hineingewachsen.

Tips: Wie viele Auftritte hatten Sie in den vergangenen Jahrzehnten schätzungsweise?

Wagner: Mit den fixen Hochfesten im Jahr und unseren etwa 50 Chorreisen waren es bis jetzt bestimmt rund 1.000 Auftritte in meiner 50-jährigen Chorleiter-Laufbahn.

Tips: Was waren Ihre Highlights?

Wagner: Ein Höhepunkt war der Auftritt in der Kathedrale Notre-Dame in Paris. Aber auch die Chorreisen nach Brasilien, Argentinien oder Amerika bleiben in Erinnerung. Heuer steht im August noch Skandinavien am Programm. Das Schöne an den Chorreisen ist, dass man seine Stimme immer dabei hat und durch die Musik auch in anderssprachigen Ländern Verbindungen findet. Ich erinnere mich noch an unsere Reise nach Verona, wo wir auf Stufen gesungen haben. Da entstehen Kontakte!

Tips: Nach so vielen Jahren – wie hält man die Abwechslung in der Chorliteratur?

Wagner: Ich hole mir Tipps von der Jugend für die moderne Literatur. Als Lehrer habe und hatte ich immer gerne Kontakt mit der Jugend. Ich suche aber ständig Neues oder lasse etwas arrangieren. Es ist so viel am Markt. Unser Archiv platzt aus allen Nähten!

Tips: Denkt man mit 68 Jahren schon daran, wie es mit dem Chor weitergehen soll?

Wagner: Ich habe keinen Plan, wie es weitergehen wird. Solange ich kreativ bin – und ich war immer schon ein kreativer Mensch – mache ich weiter. Aber wenn ich spüre, mir geht die Luft aus, dann hör ich auf. Wann das sein wird, weiß ich nicht.


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