Primärversorgungszentrum Untere Feldaist eröffnet
WARTBERG OB DER AIST. Offiziell eröffnet wurden das revitalisierte Raiffeisen-Gebäude in Wartberg und das darin untergebrachte neue Primärversorgungszentum (PVN) Untere Feldaist.

Seit 1. April hat der Bezirk Freistadt mit den Niederlassungen des neu eröffneten Primärversorgungsnetzwerks (PVN) Untere Feldaist zwei neue Anlaufstellen für umfassende medizinische Versorgung: Die AllgemeinmedizinerinnenGabriele Svatos, Michaela Hummler, Claudia Leutgöb und Birgit Bachleitner-Krenn und ihr erweitertes Team aus den Gesundheitsberufen stehen ihren Patienten am Hauptstandort in Wartberg an fünf Tagen pro Woche und in Unterweitersdorf am Montag, Dienstag und Donnerstag zur Verfügung.
Positive Resonanz in den ersten Wochen
Am Freitag, 19. September, fand die Eröffnung und Segnung des revitalisierten Raiffeisen-Gebäudes in Wartberg ob der Aist statt, in dem auch die Räumlichkeiten des PVN Untere Feldaist untergebracht sind. „Als Team haben wir uns zum Ziel gesetzt, eine wohnortnahe, umfassende und persönliche medizinische Versorgung auf höchstem Niveau sicherzustellen – an unseren beiden Standorten in Wartberg ob der Aist und Unterweitersdorf. Ergänzt wird unser Angebot durch vielfältige Serviceleistungen, die den Bedürfnissen unserer Patientinnen und Patienten bestmöglich entsprechen. Bereits in den ersten Wochen durften wir eine äußerst positive Resonanz erleben – viele Menschen schätzen nicht nur die gute Erreichbarkeit, sondern auch die multiprofessionelle Betreuung und das engagierte, gut abgestimmte Miteinander im Team. Diese Rückmeldungen bestätigen unseren Weg und motivieren uns, die Versorgung in der Region nachhaltig weiterzuentwickeln“, erklären die vier Ärztinnen des PVN Untere Feldaist.
Multiprofessionelles Team mit breitem Leistungsportfolio
Zusätzlich zur Grundversorgung und der hausärztlichen Betreuung zählen kleine chirurgische Eingriffe, Palliativversorgung und Substitutionsbehandlungen zu den angebotenen Leistungen des Ärztinnenteams. Die Allgemeinmedizinerinnen werden neben der Ordinationsassistenz von einem multiprofessionellen Team aus den Gesundheitsberufen unterstützt. Dazu zählen die Dipl. Gesundheits- und Krankenpflege, Psychotherapie, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Diätologie, Hebamme und Sozialarbeit. Im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention ergänzen Rückenschule, Burnout-Prophylaxe und Vorträge zu wichtigen Gesundheitsthemen das Programm.
Qualitativ hochwertige Versorgung sichern
Für die ÖGK ist die Schaffung von Primärversorgungseinrichtungen wie dem Primärversorgungsnetz Untere Feldaist ein entscheidender Beitrag zur Sicherung der medizinischen Grundversorgung. „Gerade in ländlichen Regionen wie dem Bezirk Freistadt schaffen wir damit ein wohnortnahes, attraktives Angebot, das sowohl der Bevölkerung als auch den Ärzten zugutekommt. Die Zusammenarbeit in einem interdisziplinären Team ermöglicht eine langfristig gesicherte und qualitativ hochwertige Versorgung“, betont Ursula Krepp, Vorsitzende des Landesstellenausschusses der ÖGK in Oberösterreich. „Primärversorgungszentren vereinen umfassende, multiprofessionelle medizinische Versorgung bei flexiblen und längeren Öffnungszeiten unter einem Dach und stärken damit die Gesundheitsversorgung in Oberösterreich. Mit heuer schon sieben neuen Primärversorgungszentren in ganz Oberösterreich schaffen wir für die Menschen leicht zugängliche, erste Kontaktstellen und sichern damit das Rückgrat unserer medizinischen Versorgung. Gleichzeitig entlasten wir mit einem guten und einfachen Zugang zur Primärversorgung auch die Mitarbeiter in unseren Spitälern“, unterstreicht Gesundheitslandesrätin LH-Stellvertreterin Mag.a Christine Haberlander die Bedeutung der neuen Primärversorgungseinheiten.
Attraktive Form der Zusammenarbeit
Dr. Peter Niedermoser, Präsident der Ärztekammer für Oberösterreich: „Die Ärztekammer für Oberösterreich begrüßt und unterstützt jede Stärkung des niedergelassenen Bereichs, sei es eine PVE, Einzelordination oder andere Formen der ärztlichen Zusammenarbeit. Das sichert die wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung, entlastet die anderen Kolleginnen und Kollegen in der Niederlassung und in den Spitälern. Gerade für einige junge Kolleginnen und Kollegen ist eine PVE eine attraktive Form der Zusammenarbeit, die Familie und Beruf sehr gut vereinbaren kann. Dazu ist es eine Möglichkeit, gemeinsam im Team zu arbeiten und zu wachsen und sich den organisatorischen Aufwand aufzuteilen. Wir als Ärztekammer haben uns immer tatkräftig in die Planung und Umsetzung neuer PVE-Standorte eingebracht und werden dies auch weiterhin tun.“
Bürgermeister froh über Meilenstein in der Gesundheitsversorgung
„Eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung ist ein zentraler Bestandteil eines funktionierenden Gesundheitssystems und schafft für die Bevölkerung einen schnellen und unkomplizierten Zugang zur medizinischen Grundversorgung. Ich bin sehr froh und stolz darauf, dass gemeinsam mit allen Beteiligten unseres Projekts ein so wichtiger Schritt für eine innovative Gesundheitsversorgung und eine nachhaltige Nachnutzung direkt im Ortszentrum realisiert werden konnte“, sagt Bürgermeister Dietmar Stegfellner aus Wartberg und Bürgermeister Johannes Matzinger aus Unterweitersdorf betont: „Für die Gemeinde Unterweitersdorf ist die Eröffnung des Primärversorgungsnetzwerkes mit dem Standort im Zentrum unserer Gemeinde ein Meilenstein der Gesundheitsversorgung und der Gesundheitsvorsorge! Umso erfreulicher ist der Schritt, da es noch nie einen Hausarzt bei uns gegeben hat und jahrelang eine Arztstelle ausgeschrieben war, die nicht besetzt werden konnte.“
Nahversorger im weitesten Sinn
Matthias Tagwerker, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Aist betont: „Wir verstehen uns als Nahversorger im weitesten Sinn: nicht nur in finanziellen Fragen, sondern auch als Partner für Gesundheit, Begegnung und regionale Stärke. Mit dem Umbau unserer Bankstelle haben wir einen Ort geschaffen, der die Region auf besondere Weise verbindet. Dabei haben wir die vorhandene Bausubstanz sinnvoll genutzt und Altes bewahrt. Wir danken allen beteiligten Firmen für die hervorragende Arbeit sowie unseren Nachbarn für ihr Verständnis während der Bauphase.“


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