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Neue Selbsthilfegruppe für Burnout und Depression in Pregarten

Mag. Michaela Maurer, 26.01.2026 17:33

PREGARTEN. Eine neue begleitete Selbsthilfegruppe für Menschen mit Burnout und Depressionen sowie deren Angehörige startet am Mittwoch, 11. Februar im Pfarrheim.

Die neue Selbsthilfegruppe startet am 11. Februar. (Foto: pro homine)
Die neue Selbsthilfegruppe startet am 11. Februar. (Foto: pro homine)

Ziel der Gruppe ist es, einen geschützten Raum für Austausch, soziale Vernetzung und gegenseitige Unterstützung zu schaffen. „Burnout und Depressionen betreffen viele Menschen – oft still und im Verborgenen“, erklärt Karoline Hinterreither, Initiatorin und Leiterin der Selbsthilfegruppe des Vereins Pro Homine. Gemeinsam mit Michaela Götzl, Barbara Plattner-Huss und Michael Hinterreither wird sie die Treffen, die jeden zweiten Mittwoch im Monat, um 19 Uhr stattfinden, begleiten.

Mut machen

Gefühle wie gedrückte Stimmung, Traurigkeit, Freudlosigkeit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen oder Einsamkeit können den Alltag massiv belasten. Auch Angehörige stehen dabei häufig vor großen emotionalen Herausforderungen. Die neue Selbsthilfegruppe möchte Betroffenen und nahestehenden Personen Mut machen, diesen Weg nicht alleine gehen zu müssen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, die Teilnahme an einzelnen Abenden ist jederzeit möglich. Pro Treffen wird ein Unkostenbeitrag von 8 Euro erhoben.

Verstanden werden

Die Gruppe wird ehrenamtlich organisiert und begleitet und basiert auf den Grundwerten Solidarität, Zuhören und gegenseitiger Unterstützung. Die Selbsthilfegruppe richtet sich an Menschen, die unter Burnout oder Depressionen leiden, sich emotional erschöpft fühlen, mit Traurigkeit, Antriebsschwäche oder Schlafstörungen kämpfen, sich einsam fühlen oder als Angehörige Unterstützung und Austausch suchen.

Die Teilnahme ersetzt keine medizinische oder therapeutische Behandlung, kann jedoch eine wertvolle Ergänzung sein und das Gefühl stärken, verstanden und nicht allein zu sein. „Jeder der will, darf dabei sein. Auch Jugendliche oder Personen mit depressiven Verstimmungen sind gerne willkommen“, sagt Hinterreither. „Gespräche wirken entlastend. Bei den Terminen wird zugehört, ohne dass es gleich einen gut gemeinten Ratschlag gibt. Die Teilnehmer sehen, dass sie nicht alleine sein, es anderen ähnlich geht und können von dem Erfahrungsaustausch profitieren.“

Verein Pro Homine

Depressionen und Burnout nehmen deutlich zu. Der ehrenamtliche Verein Pro Homine hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesem gesellschaftlichen Problem entgegenzuwirken und bietet fachlich begleitete Selbsthilfegruppen in Steyr, Linz, Wels und Vöcklabruck an – ab Februar nun auch in Pregarten. Gegründet wurde Pro Homine vor 20 Jahren von Lebens- und Sozialberater Ewald Kreuzer als Reaktion auf eine Häufung von Suiziden in einem Steyrer Stadtteil.

„Zu uns kann jeder kommen, es gibt keinen Anmeldezwang und keine Anwesenheitspflicht. Wir wollen die Hemmschwelle möglichst niedrig halten“, betont Obfrau Birgit Kastner. Depressionen zählen gemeinsam mit Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu den weltweit am stärksten verbreiteten Krankheiten. In Österreich sind rund 730.000 Menschen betroffen. Im Jahr 2024 waren 11,4 Prozent aller Krankenstandstage auf psychische Erkrankungen zurückzuführen – obwohl sie nur 3,2 Prozent aller Krankenstände ausmachen.

Kontakt: Karoline Hinterreither

Tel. 0660/1180800, Mail: verein@pro-homine.at 

Infos: www.pro-homine.at 


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