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Neues Hauptquartier für die Lebensretter: Spatenstich für Rotkreuz-Haus in Bad Zell

Mag. Claudia Greindl, 20.06.2026 17:08

BAD ZELL. Die Tage von gut 180 Rotkreuz-Mitarbeitern, Freiwilligen und Jugendrotkreuz-Kindern in der sehr in die Jahre gekommenen Dienststelle am Marktplatz sind gezählt: Am Freitag wurde der Spatenstich für das neue Rotkreuz-Hauptquartier für Bad Zell, Schönau und Pierbach gesetzt. 

Am westlichen Ortsrand wurde der Spatenstich für die Zukunft des Roten Kreuzes in Bad Zell gesetzt. (Foto: Claudia Greindl)

Feierstimmung herrschte bei den Rotkreuzlern ebenso wie bei den Ehrengästen: Der Spatenstich markierte den Auftakt für den Neubau der modernen Dienststelle am westlichen Ortsrand. Hier werden künftig alle Tätigkeitsbereiche des Roten Kreuzes, vom Rettungsdienst, bis zu den sozialen Diensten, eine moderne, zeitgemäße Heimstätte finden. „Eine Zeitenwende für alle, die im Roten Kreuz Bad Zell engagiert sind, und eine Entscheidung für die Zukunft,“ betonte Thomas Märzinger, Landesgeschäftsleiter des Roten Kreuzes. 

Maßstab Klimaresilienz

Die Pläne von Architekt Gerald Steiner sehen ein Gebäude vor, das sich gut in die Hanglage einfügt. „Die öffentlich zugänglichen Räume, etwa für Schulungen, werden im Erdgeschoß untergebracht.“ Das Obergeschoß wird die Dienst-, Bereitschafts- und Schlafräume für die insgesamt knapp hundert aktiven Sanitäter beherbergen. „Sie gruppieren sich um ein Atrium“, so Steiner. Das Dach wird extensiv begrünt. Photovoltaik, eine Wärmepumpe, Wohnraumlüftung und Deckenkühlung tragen zur Klimaresilienz des Rotkreuz-Hauses bei.

Gebäude mit viel Hirnschmalz

„Hier entsteht ein Gebäude mit sehr viel Hirnschmalz“, sagte Christian Rechberger von der WSG. Bad Zell sei bereits die sechste Dienststelle in Oberösterreich, die die gemeinnützige Wohn- und Siedlergemeinschaft innerhalb relativ kurzer Zeit als Generalübernehmer errichtet.

„Neubau nicht selbstverständlich“

„Dass wir in Bad Zell jetzt neu bauen, nur zwei Jahre nach der Errichtung der Dienststelle in Pregarten, ist nicht selbstverständlich“, freute sich Rotkreuz-Bezirksstellenleiterin Bezirkshauptfrau Andrea Wildberger besonders über den Spatenstich. Mit Bad Zell seien alle Rotkreuz-Ortsstellen, von kleineren Sanierungsvorhaben abgesehen, auf dem neuesten Stand. An den Baukosten von rund 4,2 Millionen Euro beteiligen sich neben dem Roten Kreuz die Gemeinden Bad Zell, Schönau und Pierbach sowie das Land OÖ. „Das ist ein Zeichen der Wertschätzung für die vielfältige Arbeit des Roten Kreuzes“, sagte LH-Stellvertreterin Christine Haberlander in ihrer Festansprache. 

Kulante Grundeigentümer

„Seit den 1990er-Jahren waren wir mit unserer Dienststelle am Bad Zeller Marktplatz eingemietet,  die Zahl der Sanis ist von damals 30 auf fast 100 angestiegen“, beschrieb Ortsstellenleiter Thomas Rockenschaub, warum ein Umzug nicht nur aus Platzgründen dringend nötig geworden ist. Hinzu kamen die schwierige Verkehrssituation bei Ausfahrten von der Dienststelle auf dem Marktplatz und wirtschaftlich nicht mehr vertretbare Sanierungskosten. Überdies plant der Eigentümer eine anderweitige Nutzung des Gebäudes. „Der Neubau am neuen Standort, bei dem uns die Grundeigentümer sehr entgegengekommen sind, war daher eine naheliegende und zukunftssichere Lösung“, so Rotkreuz-Bezirksstellenleiter Gerald Roth. 

Fertigstellung im Herbst 2027

Laut Zeitplan sollen die Bagger spätestens im Herbst auffahren. Die Fertigstellung der Dienststelle ist für Herbst 2027 geplant. 


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