Als der Vizekanzler und der Landeshauptmann in Freistadt Sonnenfinsternis schauen kamen
MÜHLVIERTEL. Heute um 19.22 Uhr ist es soweit: Mit der partiellen Sonnenfinsternis ist ein außergewöhnliches und seltenes Himmelsspektakel in unseren Breiten zu sehen. Es ist die stärkste Verfinsterung der Sonne seit dem Jahr 1999. Damals bestaunten sie in Freistadt prominente Besucher.

Der maximale Bedeckungsgrad der Sonne beträgt heute im Mühlviertel etwa 87 Prozent. Die „Jahrhundertfinsternis“ am 11. August 1999, die im Raum Mühlviertel und Linz mit mehr als 90 Prozent Bedeckung zu sehen war, fiel damals mit dem Eröffnungstag der Messe Mühlviertel zusammen. Als Ehrengäste der Eröffnung setzten der damalige Vizekanzler Wolfgang Schüssel und Landeshauptmann Josef Pühringer die Spezialbrillen auf, um das Himmelsspektakel mitzuverfolgen. Apropos Brille: Bitte die Sonnenfinsternis nur mit Spezialfiltern oder Sonnenfinsternis-Brillen mitverfolgen, ansonsten drohen schwere Augenschäden .
So läuft die Sonnenfinsternis ab
Die partielle Finsternis beginnt um 19.22 Uhr, wenn der Mond sich langsam von Westen her vor die Sonne schiebt. Das Maximum wird um 20.13 Uhr erreicht. Da der Sonnenuntergang bereits um 20.14 Uhr erfolgt, wird die Sonne verfinstert untergehen. Für die Beobachtung ist es wichtig eine möglichst freie Sicht zum West-Horizont zu haben.
Mehrere partielle Finsternisse
In den vergangenen 100 Jahren (1926 bis 2026) gab es im Mühlviertel und in ganz Oberösterreich mehrere teils gut sichtbare partielle Sonnenfinsternisse, jedoch keine totale Finsternis. Die bedeutendsten und stärksten sichtbaren Finsternisse in diesem Zeitraum fanden an diesen Tagen statt:
20. März 2015: Eine gut sichtbare partielle Sonnenfinsternis mit einer Verdeckung der Sonnenscheibe von rund 66 bis 70 Prozent am Vormittag.
11. August 1999: Die berühmte „Jahrhundertfinsternis“, die in Mitteleuropa total war, im Raum Linz/Mühlviertel jedoch als hochgradig partielle Sonnenfinsternis (über 90 % Bedeckung) zu erleben war.
15. Februar 1961: Eine der größten partiellen Finsternisse des 20. Jahrhunderts mit einer Bedeckung von mehr als 94 % am Morgen
30. Juni 1954: Eine sehr hohe partielle Bedeckung von mehr als 81 Prozent in unseren Breiten.








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