Färbermuseum Gutau erhält Österreichisches Museumsgütesiegel
GUTAU. Beim Österreichischen Museumstag im Kulturzentrum in Eisenstadt wurde das Färbermuseum Gutau mit dem Museumsgütesiegel ausgezeichnet.

Das Museumsgütesiegel wird von ICOM Österreich und dem Österreichischen Museumsbund an Museen vergeben, welche die dafür festgelegten Standards für Museen erfüllen. Bei einem feierlichen Festakt wurde die Auszeichnung und die Plakette an den Obmann des Färbermuseums Gutau, Alfred Atteneder übergeben, das gesamte Färbermuseumsteam aus Gutau hat ihn dabei begleitet.
Qualitätsstandard
Österreichische Museen, die einen fix vorgegebenen Standard erreichen, können sich um das Österreichische Museumsgütesiegel bewerben. Besonderer Wert wird auf eine stabile Struktur gelegt und es muss alle fünf Jahre neu beantragt werden. Das ehrenamtlich organisierte Team des Färbermuseums Gutau bemüht sich seit Jahren, die Qualitätsstandards zu erreichen, die notwendig sind, um das Österreichische Museumsgütesiegel beantragen zu können. Mit der digitalen Erfassung der 1.450 Exponate, die es im Färbermuseum zu sehen gibt, wurde vergangenes Jahr die letzte Hürde zur Bewerbung geschafft. Das rund zwanzig-köpfige ehrenamtlich arbeitende Team hat alle Voraussetzungen erfüllt, um für diese Auszeichnung ansuchen zu können.
Jährlich 3.000 Gäste
Das Färbermuseum Gutau gibt es seit 1982 und es wird jedes Jahr von rund 3.000 Gästen besucht. Seit dem Jahr 2000 wird jedes Jahr, immer am ersten Sonntag im Mai, der Internationale Färbermarkt veranstaltet. Zum Färbermarkt, der seit vielen Jahren zu den besten Kunsthandwerksmärkten Österreichs zählt, kommen Blaufärber und Künstlerinnen aus fünf Nationen nach Gutau um Ihr Kunsthandwerk anzubieten.
Kulturgut
Vor genau zehn Jahren wurde in Gutau auch der Antrag zur Aufnahme des Blaudrucks in die „Internationale Liste des Immateriellen Kulturgutes der Menschheit“ erarbeitet und an die UNESCO abgesandt. Seit 2018 kann man den Blaudruck auf dieser Liste finden und das eröffnete dem Färbermuseum den Horizont weltweit. Neben ständigen Besuchen bei den Blaudruckern in diversen Ländern Europas gibt es seit einigen Jahren enge Kontakte nach Südkorea.
Im vorigen Jahr wurde dort eine Ausstellung über die Textilfärbung mit Indigo eröffnet, bei der 40 Exponate aus dem Färbermuseum Gutau zu sehen waren. Eine 18-köpfige Delegation aus Oberösterreich war zu dieser Eröffnung angereist und konnten eine Woche lang die Kultur und das gesellschaftliche Leben in Korea hautnah erleben.
Wunsch in Erfüllung gegangen
Mit der Verleihung des Österreichischen Museumsgütesiegels ist ein jahrelanger Wunsch des Obmanns Alfred Atteneder in Erfüllung gegangen. Durch diese Auszeichnung wird die Sichtbarkeit unseres Museums stark verbessert und motiviert das ganze Team für das in Österreich einzigartige Museum zu arbeiten, meint der Obmann zu der Auszeichnung.
Zum Festakt im Kulturzentrum in Eisenstadt ist das gesamte Team des Färbermuseums angereist, um die Verleihung des Museumsgütesiegels hautnah zu erleben und Kontakte mit anderen Museen zu knüpfen, die ebenfalls diese Auszeichnung erhalten haben. Das Team des Färbermuseum Gutau nützen noch die Gelegenheit am nächsten Tag in die Slowakei weiterzureisen, besuchte die Hauptstadt Bratislava und auch Trencin, die Europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2026. Dieser Besuch in der Slowakei wurde auch genützt um einen Blaufärber zu treffen, der ebenfalls auf der UNESCO-Liste des Internationalen, Immateriellen Kulturgutes der Menschheit zu finden ist.








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