Abschied am Beginn des Lebens: Erste Beisetzung für Sternenkinder in Freistadt

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Mag. Susanne  Überegger Mag. Susanne Überegger, Tips Redaktion, 14.04.2017 15:51 Uhr

Gleich am Beginn des Lebens wieder Abschied von seinem Kind nehmen zu müssen, ist für die Eltern ein unvorstellbar schmerzliches und belastendes Erlebnis. „Sternenkinder“ werden jene Kinder genannt, die während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt gestorben sind. In einem neuen konfessionsneutralen Gemeinschaftsgrab am Freistädter Friedhof werden alle jene im Landeskrankenhaus Freistadt tot geborenen Kinder beigesetzt, die nicht von ihren Eltern bestattet werden.

„Dies bezieht sich auf die Beisetzung von Kindern, die tot zur Welt kamen und unter 500 Gramm wiegen. Das gilt auch für sehr junge Schwangerschaften“, erklärt Hebamme Barbara Röblreiter vom Landeskrankenhaus Freistadt.

Abschied nehmen von der Zukunft mit diesem Kind

In den vergangenen Jahren hat sich im Verständnis und im Umgang mit Eltern und Angehörigen, die eine Fehl- oder Totgeburt erleben mussten, viel getan. „Ein Kind zu verlieren heißt Abschied nehmen, Abschied von der Zukunft mit diesem Kind. Wir wissen, dass jeder auf seine Weise mit diesem Verlust umgeht“, berichtet Krankenhaus-Seelsorgerin Karin Hartmann.

Ein Ort für die Trauer

Zweimal im Jahr ist eine konfessionsneutrale Beisetzung geplant. Die betroffenen Eltern erfahren den Termin, wenn sie noch im Krankenhaus sind und entscheiden selbst, ob sie an der Feier teilnehmen wollen oder nicht. Am 7. April fand das erste Begräbnis beim Kindergrab am Friedhof Freistadt statt, das zuvor schon eine Gedenkstätte war. „Es ist für die Eltern vielleicht tröstend, einen Ort zu haben, an den sie mit ihren Gefühlen und ihrer Trauer gehen und wo sie ihrem Kind gedenken können“, weiß Hartmann.

Erinnerungskarte mit Fußabdruck

Neu gestaltet wurde eine Erinnerungskarte für die Hinterbliebenen. Um sich an die Spuren, die das tot geborene Kind hinterlässt, erinnern zu können, wird im Krankenhaus ein Fußabdruck genommen.

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