Insektenstiche: richtig reagieren bei allergischen Reaktionen

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Mag. Michaela Maurer Mag. Michaela Maurer, Tips Redaktion, 11.07.2020 09:15 Uhr

BEZIRK FREISTADT. Wenn die Tage sommerlich werden, surrt es draußen: Wespen, Bremsen, Gelsen und Hornissen starten in ihre Hochsaison. Manchmal kommt es bei Stichen zu allergischen Reaktionen. Da ist es lebenswichtig, wenn man weiß, was zu tun ist.

Lisa (13) sitzt im Garten und isst Kuchen. Sie hat Durst und trinkt aus ihrem Saftglas am Tisch. Beim Trinken sticht sie eine Wespe in den Mund-Rachen-Raum. Der Stich war schmerzhaft, ihre Atemwege schwellen an. Geschockt greift sich Lisa an den Hals, läuft zu ihrer Mutter und erzählt, was passierte. Wie kann sie ihr rasch helfen?

Kühlen und tief atmen

Die Mutter holt Eis aus dem Gefrierschrank, wickelt es in Tücher legt sie als kalte Umschläge um den Hals. Lisa bekommt auch einen Eislutscher (Achtung vor weiteren Wespen). Durch die Kühlung von innen und außen wird die Schwellung klein gehalten und Lisa kann ruhig und tief atmen bis die Rettung eintrifft. Wichtig ist es, den Oberkörper des Mädchens hoch zu lagern. Lisa soll langsam und tief atmen.

Allergien: Rotes Kreuz rückte im Vorjahr 114 mal aus

Die Mutter weiß, dass Lisa allergisch reagiert. Sie verabreicht ihr die im Haus befindlichen Notfallmedikamente (Notfall-Pen). Sofort wählt sie den Notruf 144.Für die allermeisten Menschen sind Insektenstiche ungefährlich und höchstens eine schmerzhafte Angelegenheit. Diese reichen von Hautausschlägen bis hin zu schweren Reaktionen, die sich auf das Herz-Kreislaufsystem und die Atemwege auswirken.

Hinweise auf allergische Reaktionen sind Rötungen, Schwellungen, Fieber, Erbrechen, Atemnot oder ein Kreislaufkollaps. 114 mal rückte das Oberösterreichische Rote Kreuz im Vorjahr wegen eines Insektenstiches und einer darauf erfolgten allergischen Reaktion aus. Laut Auskünften des Allergiezentrums im Kepler Universitätsklinikum Linz sind Wespen am häufigsten für Allergiefälle verantwortlich. Rund 300.000 Österreicher zeigen nach einem Insektenstich allergische Reaktionen.

Schnelle Hilfe

Im Notfall kann schnelle Hilfe lebensrettend sein. „Wer auf Bienen- und Wespenstiche allergisch reagiert, soll sich vom Arzt Notfallmedikamente verschreiben lassen, die man immer mit dabei hat“, rät OÖ Rotkreuz-Präsident Walter Aichinger. Das Einzige was man im Notfall falsch machen kann, ist nichts zu tun. Ein Erste-Hilfe-Kurs nimmt Angst, gibt Sicherheit und lohnt sich zu 100 Prozent. Buchungs-Anfragen, Termine und weitere Informationen zur Ersten Hilfe gibt es unter www.erstehilfe.at

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