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Online Redaktion, 27.03.2021 12:08

BEZIRK. Wer in der Natur unterwegs ist, sollte gerade in nächster Zeit besondere Vorsicht walten lassen, denn die Wildtiere bringen jetzt im Frühling ihren Nachwuchs zur Welt. Die Jäger appellieren deshalb in ihre Funktion als Heger zur besonderen Rücksichtnahme.  

Junghasen, gut versteckt. Nicht anfassen! Foto: Kücher
  1 / 3   Junghasen, gut versteckt. Nicht anfassen! Foto: Kücher

Die ersten Junghasen sind bereits geboren und die ersten Gelege von Vögeln gelegt. “Spaziergänger, Läufer und Erholungssuchende, die sich aktuell durch Flora und Fauna bewegen, sollte daher ein entsprechendes Maß an Rücksichtnahme im Gepäck haben“, erinnert die Jägerschaft des Bezirks Freistadt unter Bezirksjägermeister Franz Auinger.

„Hunde an die Leine nehmen!“

Ein besonderer Appell ergeht an die Haustierbesitzer: „Natürlich sind die weiten Wiesen auf den ersten Blick ein Laufparadies für Hunde. Was dabei gerade jetzt im Frühjahr übersehen wird, ist, dass diese Flächen eben jetzt schon die Kinderstube vieler Wildtiere sind. Daher gilt: Bleiben Hunde nicht von allein auf den Wegen, müssen sie dringend an der Leine geführt werden.“

„Ausgangsbeschränkungen“ für Katzen

Die Jägerschaft bittet aber auch die Katzenbesitzer um Rücksichtnahme. Zumindest in der Dämmerung und während der Nacht sollen Katzen jetzt nicht nach draußen gelassen werden.

Wildtiere brauchen kaum menschliche Unterstützung

Jungtiere, die nicht offensichtlich schwer verletzt sind, sollten nicht von Menschenhand berührt werden. Leider kommt es aber immer wieder zu Fehleinschätzungen besorgter Leute, die den Tieren damit viel mehr schaden als nützen. Oft halten gerade die menschlichen Beobachter die Elterntiere nämlich davon ab, zu ihnen zu kommen.

„Die Dramatik durch falsch verstandene Hilfe zeigt sich etwa am Beispiel des Feldhasen. Die scheinbar einsamen und verlassenen Jungtiere befinden sich nämlich in der Obhut von fürsorglichen Hasenmüttern und sollten keinesfalls berührt werden. Feldhasenmütter säugen ihre Jungen meist nur einmal täglich, es ist also völlig normal, dass Junghasen 99,9 Prozent des Tages ganz alleine verbringen“, erklärt die Jägerschaft. 

Natur respektieren

Erholungssuchende sollten jedenfalls auf den Wegen blieben, Hunde an die Leine nehmen, Vögel nicht bei der Aufzucht stören, Jungtieren weiträumig ausweichen und – eigentlich selbstverständlich – keinerlei Abfälle in der Natur zurücklassen. Denn wenn verschiedene Jungtiere, durch Störungen des Menschen, nicht von ihren Müttern gesäugt werden, würden diese in ihrer gesunden Entwicklung gestört werden, was bis zum Tod der Jungtiere führen kann.


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