Schönauer Biobauern mit eigener Ölquelle

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Mag. Claudia Greindl Tips Redaktion Mag. Claudia Greindl, 12.06.2022 21:34 Uhr

SCHÖNAU. Tüfteln, ausprobieren, experimentieren – das ist es, was Helmut und Lukas Hinterreiter vulgo Schneider in Strass als Bio-Landwirte besonders reizt. Seit einigen Jahren presst das Vater-Sohn-Duo Lein- und Hanföl mit Samen vom eigenen Acker. Heuer soll zum ersten Mal eigenes Bio-Rapsöl aus der Presse rinnen.

Der Auslöser dafür, sich mit der Ölerzeugung zu beschäftigen, war ursprünglich die „beleidigte“ Bauchspeicheldrüse von Ingrid Hinterreiter. „Leinöl enthält sehr viele wertvolle Fettsäuren und tut dem Stoffwechsel gut“, weiß ihr Gatte Helmut. Weil das gekaufte Leinöl jedoch nicht gut schmeckte, entstand die Idee, es selber zu machen. „Der Lein oder Flachs ist eine der ältesten Kulturpflanzen im Mühlviertel. Wir haben uns gedacht, das Klima muss passen“, erzählt er. Auf 0,4 Hektar Anbaufläche wuchsen die Pflanzen auch sehr schön. Die erste Herausforderung kam mit dem Dreschen: Es brauchte aufgrund der zähen Fasern einige Anläufe, bis 400 Kilogramm Leinsamen geerntet waren. Richtig ins Schwitzen brachte die Schönauer allerdings erst das Pressen: „Es hat Tage gebraucht, bis der erste Tropfen Leinöl aus der eigenen Presse geronnen ist“, erinnert sich Lukas, der den Bio-Hof vor fünf Jahren übernommen hat. Mit viel Tüftelei und Ausprobieren klappte es schließlich, seither rinnt das hochwertige Leinöl aus Schönauer Anbau brav aus der Presse.

Stets frisch gepresst

Diese kommt alle paar Wochen zum Einsatz, um das Öl, das rasch ranzig wird und dann bitter schmeckt, stets frisch verwenden zu können. Mit der Bauchspeicheldrüse hat Ingrid Hinterreiter keine Probleme mehr, seit sie Leinöl in der Küche verwendet. Dort kommt auch selbstgepresstes Hanföl zum Einsatz, das ähnlich gesunde Eigenschaften hat wie Leinöl, aber viel länger haltbar ist.

Erstmals Bio-Raps gesät

Heuer hat eine weitere Ölfrucht auf den Schneider’schen Feldern geblüht – und zwar blassgelb: Zum ersten Mal versucht die Familie, Bio-Raps zu kultivieren und Öl aus den Samen zu gewinnen. „Biologischen Raps gibt es kaum, das Saatgut haben wir extra aus dem Burgenland geholt“, erzählen die Biobauern. Für ein Hektar Acker waren nur vier Kilo Samen nötig. Bereits im August 2021 wurde gesät. Jetzt ist die Blüte fast vorbei, die Pflanzen haben sich gut entwickelt. „Bio-Raps tut dem Boden sehr gut und blüht nicht so intensiv gelb, damit Schädlinge weniger angezogen werden“, erklärt Helmut. Denn während konventioneller Raps fünf- bis siebenmal mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wird, hat der Biolandbau den Käfern, die ihre Eier in die Schoten legen, wenig entgegenzusetzen. Noch stehen die Zeichen aber auf eine gute erste Raps-Ernte, rund 3.000 Kilo sollen es werden. Erhältlich ist das Bio-Öl aus Strass ab Hof, bei mehreren Hofläden und im Bad Zeller Hedwigsgartl.

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