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UNTERWEISSENBACH. Die Regale sind gut gefüllt, doch die Kundschaft lässt sich bitten. Der Einkauf im Rotkreuz-Markt ist offenbar noch immer mit Scham behaftet.

Das Team des Rotkreuz-Marktes Unterweißenbach, geleitet von Gerhard Windischhofer (3. v. r. vorne). Die Freiwilligen, großteils Pensionisten, beweisen beim Sammeln und Sortieren der Waren viel Geschick. (Foto: OÖRK Freistadt)

Das 25-köpfige Team des Rotkreuz-Marktes holt überschüssige Produkte und Spenden von Supermärkten, Erzeugern und Lieferanten ab, sortiert sie und gibt sie zu reduzierten Preisen ab. „Leider ist in Unterweißenbach offenbar die Angst, dass im Ort oder bei Nachbarn, Familien und Freunden darüber gesprochen wird, dass man in einem finanziellen Engpass lebt, noch immer groß. Beim Rotkreuz-Markt in Hagenberg haben wir dieses Problem nicht“, berichtet Selda Özcan, Bezirkskoordinatorin für freiwillige Gesundheits- und Soziale Dienste des Roten Kreuzes. Dabei brauche sich niemand davor zu scheuen, günstiger einzukaufen, meint sie. Einkaufsberechtigungen werden in den Sozialberatungsstellen (Freistadt, Pregarten und Unterweißenbach) ausgestellt. Ein Einkommensnachweis, Lichtbildausweis und Meldezettel aller im Haushalt Lebenden ist dafür nötig. Das Warenangebot erfährt demnächst eine weitere Aufwertung: Der nächste Sammeltag vor Märkten in der Region findet am Freitag, 18. Oktober, statt.

Rotkreuz-MarktUnterweißenbachMarkt 204273 Unterweißenbach Öffnungszeiten: Mi. & Fr., 9-12 Uhr

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