Pétanque Sport Verein Freistadt hat Bundesliga-Meistertitel verteidigt
FREISTADT. Der Pétanque Sport Verein (PSV) Freistadt hat am vergangenen Finalwochenende in Wien im dramatischsten Bundesliga-Finale der Vereinsgeschichte den Meistertitel in der 1. Bundesliga erfolgreich verteidigt.

Die Pétanque-Elite des PSV Freistadt hat Vereinsgeschichte geschrieben. Wie schon im Vorjahr krönte sich das Team im Wiener Donaupark zum österreichischen Meister in der 1. Bundesliga und löste damit das Ticket für den prestigeträchtigen Europacup.
Dieser Triumph geht in die Chroniken ein, denn die höchste Spielklasse wurde heuer erstmals als Mammut-Liga mit zehn Teams aus ganz Österreich ausgetragen. Das bedeutete maximale Leistungsdichte und namhafte Konkurrenz, darunter auch die früheren Seriensieger der „Wiener Trilogie“ (WT) sowie die Vorarlberger Spitzenmannschaft des CPV Rankweil. An drei harten Turnierwochenenden matchte sich jeder gegen jeden.
Spannendes Finale
Vor den letzten drei Runden in Wien lag die Titelverteidigung nicht mehr in der eigenen Hand der Mühlviertler. Der CPV Rankweil reiste als ungeschlagener Tabellenführer an. Doch den Vorarlbergern wollte in den entscheidenden Partien der letzte alles erlösende Punkt nicht gelingen und der PVN Neusiedl setzte sich mehr als überraschend gegen die favorisierten Rankweiler in letzter Sekunde durch.
Die Tür zum Titel war plötzlich sperrangelweit offen – und die Freistädter stürmten mit beeindruckender mentaler Stärke von Sieg zu Sieg. Während die Konkurrenz patzte, zeigten die Mühlviertler Nerven und brannten gegen die Teams aus Poggersdorf, Haslach und HAP Wien ein wahres Sport-Feuerwerk ab.
In Rekordzeit entschieden
Alle drei Begegnungen wurden in absoluter Rekordzeit entschieden. Sowohl die Têtes-à-Têtes (Einzel) als auch die Doubletten (Doppel) wurden so dominant gewonnen, dass der Gesamtsieg jeweils vorzeitig feststand. Die abschließenden Tripletten (Dreier-Teams) waren für den Tagessieg zwar bedeutungslos, wurden aber für die Tabelle mit vollem Fokus durchgezogen.
Nach neun Runden wies die Tabelle ein haarscharfes Bild auf. Sowohl Freistadt als auch Rankweil hielten bei sensationellen acht Siegen und nur einer Niederlage. Den Ausschlag über Gold und Silber gab die monströse Punktebilanz über die gesamte Saison hinweg. Mit 199:80 Matchpunkten (gegenüber 182:97 bei Rankweil) fingen die Freistädter die Vorarlberger auf der ultimativen Zielgeraden noch ab und holten den Pokal erneut nach Freistadt.
Historischer Erfolg
Dieser historische „Back-to-Back“-Titel ist das Ergebnis einer geschlossenen, grandiosen Mannschaftsleistung. Zum goldenen Meisterkader des PSV Freistadt gehören: Katrin Friedl, Rainer Kocher, Maris Newerkla, Nikolaus Newerkla, Titus Newerkla, Gerlinde Richler, Tobias Riepl, Daniela Sabaini, Wolfgang Sabaini und Peter Spielberger.
Ein besonderer Dank der Mannschaft gilt Wolfgang Sabaini, der nach starken Einsätzen als Spieler diesmal die danklose, aber entscheidende Rolle des nicht pielenden Coaches übernahm und das Team fehlerfrei durch die Partien steuerte, sowie Martin Schätz für die strategische Vorarbeit. Als „gute Seele“ wich Gerlinde Spielberger dem Team an allen drei Wochenenden nicht von der Seite.








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