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Wirtschaftskammer verteidigt die Ansiedlung eines Möbelkonzerns

Regina Wiesinger, 17.03.2016 14:01

FREISTADT. Genau geplant seien die Betriebsansiedelungen entlang der S10-Achse von allen beteiligten. Acht Gemeinden haben ein Raumordnungskonzept erarbeitet. Den Einwand von Grünen-LAbg. Ulrike Böker, das neue Geschäft fördere die Verbauung von Wiesen und sei schlecht für den Handel in der Region, lassen die Verantwortlichen der Wirtschaftskammer nicht gelten.

Symbolfoto: Wodicka
Symbolfoto: Wodicka

Die Wirtschaftskammer (WKO) Freistadt verteidigt die Ansiedlung des Möbelgeschäftes in Kefermarkt: „Wir haben klare Richtlinien für neue Betriebe entlang der neuen S 10“, sagt WKO-Obfrau Gabriele Lackner-Strauss. Dass gerade der Handel sehr sensibel ist, war der WKO und den Gemeinden klar. Um die bestehenden funktionierenden mittelständischen Handelsstrukturen keinesfalls durch neue Flächen auf der grünen Wiese zu beeinträchtigen, wurde eine professionelle Untersuchung in Auftrag gegeben, um herauszufinden, wie gut die Region in den einzelnen Sortimenten bereits versorgt ist. Gleichzeitig sollte die Untersuchung aufzeigen, wo noch Versorgungsdefizite bestehen, wo also Konsumenten ihr Geld woanders hin tragen, weil sie die benötigten Waren in der Region nicht angeboten bekommen. Die Untersuchung hat ergeben, dass es exakt der Möbelhandel ist, in dem ein eklatanter Kaufkraftabfluss aus dem Raum Freistadt Richtung Linz existiert, klärt Lackner-Strauss auf. „Somit ist es klug, hier zusätzliche Angebote in der Region zu schaffen, um die Versorgungssituation vor Ort zu verbessern, damit Kaufkraftabfluss zu verhindern und vor allem unnötige Fahrten in den Zentralraum zu vermeiden, was letztlich ja auch der Umwelt zugute kommen sollte.“ 

„Ein 100-Quadratmeter-Shop in einem Altstadthaus wird nicht das gewünschte Einkaufserlebnis bieten können“, stellt WKO-Leiter Dietmar Wolfsegger klar, dass für die in Freistadt sehr wohl vorrangig betrachtete Innenstadtbelebung und Ortszentrenerhaltung der Möbelhandel nicht die geeignete Branche sein kann. Das heißt aber nicht, dass sich die WKO Freistadt nicht für die Sicherung bestehender funktionierender Handelsstrukturen wie auch für die Erhaltung und Belebung von Ortszentren einsetzt, verweist Wolfsegger in diesem Zusammenhang auf zwei Veranstaltungen in Freistadt, bei denen die regionalen Akteure auch für die negativen Auswirkungen von neuen Einkaufszentren sensibilisiert wurden.


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