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"Arbeitnehmer sind bereits flexibel" - Arbeitszeitgesetz schützt Beschäftigte vor Ausbeutung

Regina Wiesinger, 14.12.2016 14:58

FREISTADT/OÖ. „Das wäre ein Rückschritt ins 19. Jahrhundert“, kommentiert ÖGB-Vorsitzender Richard Pichler die Forderung der Wirtschaftskammer Freistadt nach einem Zwölfstundentag und einer 60-Stunden-Woche.  

ÖGB Regionalsekretär Klaus Pachner (Foto: ÖGB)
ÖGB Regionalsekretär Klaus Pachner (Foto: ÖGB)

„Generationen von Arbeitern sind für menschenwürdige Arbeitszeiten und den Achtstundentag auf die Straße gegangen. Nun will die Wirtschaftskammer offenbar zurück in die Vergangenheit, nur um sich die Überstundenzuschläge zu sparen.“ Arbeitszeitgesetze seien wichtig, um Beschäftigte vor Ausbeutung zu schützen.

Faire Betriebe haben viele Möglichkeiten zur Arbeitszeitgestaltung

Die Beschäftigten in Österreich seien sehr flexibel und im Rahmen des Kollektivvertrags seien viele Arbeitszeitmodelle möglich. „Dazu braucht es allerdings eine Betriebsvereinbarung, um die Interessen der Beschäftigten zu wahren. Und dazu braucht es wiederum einen Betriebsrat“, erklärt Pichler. Betriebe, die fair mit ihren Beschäftigten umgehen, haben viele Möglichkeiten, die Arbeitszeit zu gestalten. „Ich kenne keinen Betrieb der zusperren musste, weil sich die Beschäftigten weigerten Überstunden zu leisten“, ergänzt ÖGB-Regionalsekretär Klaus Pachner. „Wer allerdings unter dem Deckmäntelchen der „Flexibilität“ nur den Beschäftigten ihre hart erarbeiteten Überstundenzuschläge streichen möchte, beißt beim ÖGB auf Granit!“


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