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BEZIRK FREISTADT. Das Projekt „Technik-Talentinnen“ war wieder sehr erfolgreich: 16 Schülerinnen schnupperten in renommierten Freistädter Unternehmen mehrere Tage Technikluft.

Bei Schinko fertigten die jungen Mädchen Schmuckkästchen Fotos: WKO Freistadt
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Pipettieren, löten, LED-Schaltung bauen, feilen und nieten, Blutgruppe bestimmen, programmieren — kein Problem für Mädchen: Das wissen jetzt je acht Schülerinnen der NMS Pregarten und der NMS Marianum Freistadt, die bei dem von der WKO Freistadt und dem Technologiezentrum Freistadt erstellten Exklusivprogramm „Technik-Talentinnen“ bei regionalen Unternehmen in die praktische Welt der Technikberufe eintauchen durften.

„Das Feuer für Interesse an Technik muss schon frühzeitig entfacht werden“, begründet WKO-Obfrau Gabriele Lackner-Strauss, warum man schon bei den 13-Jährigen ansetzt. „Technik-Talentinnen“ ist für die WKO Freistadt ein innovativer Weg, um für die technischen Betriebe in der Region verstärkt auch Mädchen als Fachkräfte zu gewinnen. Die 16 Schülerinnen absolvierten an vier Tagen bei renommierten regionalen Unternehmen intensive Workshops mit Technikerlebnissen und sind überzeugt: Technik spielt im täglichen Leben eine riesige Rolle und kann enorm begeistern. So fertigten die Mädchen bei der Schinko GmbH in Neumarkt tolle personalisierte Schmuckkästchen aus Metall. Nicht minder spannend waren die Workshop-Tage bei der technosert electronic GmbH, Wartberg, der STIWA Group, Hagenberg, der A. Haberkorn & Co GmbH, Freistadt, der ASA Astrosysteme GmbH und Mix It, Kefermarkt, der Greiner Bio One Diagnostics GmbH, Rainbach, sowie in der Fachhochschule Hagenberg.

„Es war für alle, vor allem die Mädchen aufschlussreich, zu erfahren, welch hochattraktive, gut bezahlte Jobs und Aufstiegschancen diese international erfolgreich tätigen Unternehmen bieten“, resümiert Dietmar Wolfsegger, Leiter der WKO Freistadt, und räumt gleich mit der Mär auf, Mädchen wären für technische Berufe ungeeignet. Bei den intellektuellen Begabungen gibt es kaum geschlechterspezifische Unterschiede: 40 Prozent der Mädchen sind nachweislich technisch-handwerklich begabt, bei den Burschen sind es 46 Prozent. „Aus Analysen wissen wir allerdings, dass sich nur sechs Prozent der Mädchen vorrangig für praktisch-technische Berufe interessieren, die Burschen hingegen zu 57 Prozent“, sieht Wolfsegger hier noch Nachholbedarf wie beispielsweise mit den „Technik-Talentinnen“. „Dieses Projekt ist eine kleine, aber effiziente Investition in die wirtschaftliche Zukunft der Region“, ist auch Christa Kreindl, Geschäftsführerin des Technologiezentrums Freistadt, überzeugt. „Mädchen für Technik in regionalen Unternehmen zu begeistern, ist allen Projektbeteiligten ein klares Anliegen.“


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