BEZIRK FREISTADT/LINZ. Einen deutlichen Schlussstrich zieht SPÖ-Bundesrat Michael Lindner unter die überparteiliche Zusammenarbeit „Mühlviertler Schulterschluss“.

„Es ist ein offenes Geheimnis, dass Nationalrat Michael Hammer die Aufstellung von Parkautomaten mit der Widmungsfrage des Urfahrmarktes verhindern wollte. Diese überschießende Aktion, mit der die Sperre des Parkplatzes droht, hilft jetzt gar niemandem. Das Vertrauen in Hammer und seine ÖVP-Pendlerinitative ist für mich damit erschöpft. Mir geht“s um die echte Arbeit für die Pendler und nicht um parteigetriebenes Linz-Bashing! Dieses Gezänk interessiert im Mühlviertel niemanden“, stellt Bundesrat Michael Lindner in einer Presseaussendung klar. Hammer sei über diesen Schritt sehr überrascht, Lindner habe nie das Gespräche mit ihm gesucht. Hammer: „Der Vorwurf, den er hinter den Worten „offenes Geheimnis“ versteckt, ist eine glatte Unterstellung. Falls Lindner meint, der Widerstand gegen die Parkgebühr sei Schuld an der Situation, dann schiebt er sich auch selber Schuld zu. Wir haben den Protest gegen die Parkgebühr über die gesamten Monate gemeinsam geführt und auch öffentliche Aktionen dazu abgehalten. Schuld an der Situation ist die schlechte Planung der Gebühreneinführung durch Hein und Luger.“
Weiterhin Lösungen gesucht
Lindner fordert Antworten auf die Fragen: Wie können rasche Park&Ride-Möglichkeiten außerhalb der Stadt und zusätzliche Direktverbindungen von Park&Ride-Plätzen in die Arbeitszentren geschaffen werden? Wie kann man die Unternehmen in die Pflicht nehmen, hier mitzuwirken (Betriebsbusse in größeren Unternehmen)? Außerdem fordert er eine Etablierung einer landesweiten Mitfahrbörse und stärkere Förderung von Fahrgemeinschaften. Hammer bedauert den Austritt der Mühlviertler SPÖ aus dem Schulterschluss und lädt ein, „weiterhin unsere Bestrebungen für den Erhalt des Parkplatzes und gegen Gebühren zu unterstützen“.


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