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BEZIRK FREISTADT.“Obwohl sich in Oberösterreich bereits ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen ankündigt, sinkt die Arbeitslosenquote im Bezirk Freistadt noch immer deutlich“, sagt AMS Freistadt Leiter Alois Rudlstorfer. Im Jahresvergleich sind Ende Februar mit 488 Frauen und 847 Männer um 4,4% weniger auf Arbeitsuche. Die Arbeitslosenquote sinkt damit um 0,2 auf 4,7 Prozent.

AMS Freistadt-Leiter Alois Rudlstorfer Foto: Stummer
AMS Freistadt-Leiter Alois Rudlstorfer Foto: Stummer

Obwohl das Wetter recht gut ist, sind noch immer 477 Personen mit Wiedereinstellzusagen, meist bei Betrieben aus dem Bau- und Baunebengewerbe, beim AMS gemeldet. „Da der Personalbedarf in vielen Betrieben des Bau- und Baunebengewerbes stetig steigt, werden wir Personen, die in den nächsten Wochen die Arbeit in ihrem Stammbetrieb nicht wiederaufnehmen, an diese Betriebe vermitteln“, sagt Rudlstorfer.

Jugendliche: Nur kurz auf Arbeitssuche

Überdurchschnittlich hoch ist der Rückgang der Arbeitslosenzahlen mit einem Minus von 10,4% bei den unter 25 Jährigen. Mit 58 Tagen dauert es bei ihnen auch verhältnismäßig kurz bis sie wieder einen neuen Job finden.

Ältere: Quote leicht ansteigend

Leicht ansteigend zeigt sich unter den Arbeitsuchenden die Zahl der über 55 Jährigen. 107 Frauen und 164 Männer dieser Altersgruppe sind derzeit beim AMS Freistadt gemeldet. „Um diesen Personen den Wiedereinstieg ins Berufsleben zu erleichtern, haben wir die Einstellbeihilfen für Bertriebe, für diese Altersgruppe, stark erhöht,“, sagt Rudlstorfer

Stellenmarkt: Bedarf sehr hoch

Der Arbeitskräftebedarf im Bezirk ist nach wie vor sehr hoch. Die Betriebe suchen momentan Personal für insgesamt 440 offene Stellen. Am meisten gesucht werden MitarbeiterInnen in technischen Berufen (80), in den Fremdenverkehrsberufen (56) im Handel (52) in den Gesundheitsberufen (44) und in den Metall- und Elektroberufen (43).

181 offene Lehrstellen

Ende Februar werden Lehrlinge für 181 Lehrstellen gesucht. 46 dieser Lehrstellen sind sofort verfügbar, die restlichen ab dem kommenden Sommer. Dem stehen 171 Jugendliche gegenüber, die sich zwecks Lehrstellensuche beim AMS Freistadt angemeldet haben. Lediglich 18 davon können sofort eine Lehrstelle antreten. Die Anderen besuchen derzeit noch die Schule und suchen schon jetzt einen Lehrplatz ab Sommer. „Da meine Jugendberater auch mit den polytechnischen Schulen des Bezirks sehr gut zusammenarbeiten, gehe ich davon aus, dass mit diesen 171 Jugendlichen bereits annähernd das gesamte Potential für die offenen Lehrstellen im Bezirk bei uns gemeldet ist“, sagt der Freistädter AMS Chef.

Viele Betriebe bekommen keinen Lehrling

Laut Rudlstorfer ist damit schon jetzt klar, dass, speziell, wenn man berücksichtigt, dass einige dieser Jugendlichen für die Lehrausbildung aus dem Bezirk auspendeln werden, viele Betriebe im Bezirk heuer keinen Lehrling bekommen werden. „Bei Jugendlichen, die im Rahmen der Ausbildung auspendeln, besteht die Gefahr, dass sie irgendwann ganz zu ihrem Arbeitsplatz übersiedeln und somit für den ländlichen Raum und dessen Zukunft gänzlich verloren gehen. Ich ersuche daher alle Jugendlichen und speziell auch deren Eltern, die ja maßgeblich bei der Lehrplatzentscheidung ihrer Kinder mitwirken, bevor sie einen Ausbildungsplatz außerhalb des Bezirk in Betracht ziehen, das Angebot in der Region, quasi vor der Haustüre genau zu prüfen und sich im Zweifelsfall für die Ausbildung im Bezirk Freistadt zu entscheiden,“ appelliert Rudlstorfer an Jugendliche und Eltern.


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