Bad Zell plant viele Projekte und investiert trotz Corona
BAD ZELL. Trotz der aktuell schwierigen Situation kann die Gemeinde das Budget heuer ausgleichen und in einige wichtige Projekte investieren.

„Das heurige Jahr ist stark gekennzeichnet von der Corona-Pandemie. Wir mussten als Gemeinde gezwungenermaßen viele große Projekte hinten anreihen, weil gewisse Einnahmen fehlen, unsere Ausgaben aber gleichzeitig nicht weniger werden“, bedauert Bürgermeister Hubert Tischler. „Dank unserer Rücklagen können wir das Budget aber trotz massiver Rückgänge ausgleichen“, sagt Tischler.
Neues Dach für die Schule
„Die 600.000-Euro-Investition in das neue Dach der Naturpark-Volksschule – das alte stammte aus den 50er-Jahren – haben wir trotz Corona getätigt.“ Die Krabbelstube, die im Vorjahr mit einer Gruppe startete, wurde heuer – da Bad Zell immer weiter wächst und der Bedarf gegeben war – um eine zweite Gruppe erweitert. Die Pfarrcaritas tritt hierbei als Träger auf, die Gemeinde als Erhalter.
Zusätzliche Kindergartengruppe und Krabbelgruppe
„Über kurz oder lang brauchen wir auch einen neuen Kindergarten. Der Kindergarten, den wir 2007 mit vier Gruppen eröffnet haben, ist leider schon wieder zu klein geworden“, berichtet der Gemeinde-Chef. Eine fünfte Kindergartengruppe ist im Seniorenwohnheim der Diakonie untergebracht. „Jung und Alt in einem Haus, das Konzept bewährt sich schon seit vier Jahren und alle Seiten profitieren davon. Die Kinder beleben und bereichern den Alltag im Seniorenheim“, ist Tischler stolz auf das Vorzeigeprojekt.
Mitte Oktober hat der Bürgermeister einen Termin bei Landesrätin Christine Haberlander, um über die Genehmigung und Finanzierung einer weiteren Kindergartengruppe sowie einer dritten Krabbelgruppe zu sprechen. Im Gemeinderat wurde die Erweiterung bereits einstimmig beschlossen.
Amtshaus-Neubau wird nach hinten verschoben
Der ursprünglich für 2023 geplante Neubau des Amtshauses muss wegen fehlender finanzieller Mittel um ein bis zwei Jahre nach hinten verschoben werden. „Sobald das Rote Kreuz, das an der Ortseinfahrt Richtung Tragwein einen Neubau errichtet, ausgezogen ist, können wir das in die Jahre gekommene Amtshaus wegreißen“, sagt Bürgermeister Tischler.
Plan zur Verkehrssituation am Marktplatz
Ein weiteres Thema, das Bad Zell beschäftigt, ist die Entschärfung der Verkehrssituation am unteren Marktplatz. Konkret geht es dabei um die Engstelle Lanzendorfer Landesstraße. Die Verkehrsabteilung des Landes Oberösterreich hat dazu unter Beteiligung der Gemeinde einen Plan ausgearbeitet, der am 20. Oktober im Rahmen einer Bürgerbeteiligung um 19 Uhr am Marktplatz diskutiert wird.
Bad Zell wächst
Neun Eigentumswohnungen auf drei Ebenen werden ab Herbst am Foißnerweg im Zentrum von Bad Zell errichtet. Die Wohnungen zwischen 35 und 70 Quadratmetern werden über je eine eigene Terrasse bzw. einen eigenen Balkon verfügen. Jene 18 Wohnungen, welche die Gemeinnützige Bau- und Wohnungsgesellschaft WSO in Bad Zell errichtet hat, wurden bereits vergangenen Sommer allesamt übergeben. Die Gemeinde Bad Zell hat die Gehsteige von dieser Wohnanlage zum nahen Seniorenheim und zum Kindergarten errichtet und finanziert.
Sanierung der Kapelle von Schloss Zellhof
Als Mitglied des „inoffiziellen Hedwigsausschusses“ ist es Bürgermeister Hubert Tischler ein Anliegen, die fast verfallene Kapelle von Schloss Zellhof wieder in Schuss zu bringen. Diese ist mit ihrem oktogonalen Innenraum vermutlich einzigartig im Mühlviertel und dient momentan als Rumpelkammer. „Erst vor einigen Wochen ist das Altarbild der Kapelle durch Zufall in einem Linzer Archiv aufgetaucht“, will Tischler Pater Maximilian Schiefermüller, einen gebürtigen Bad Zeller, bei seinen Bemühungen um die Sanierung unterstützen.


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