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BEZIRK FREISTADT.Fassungslosigkeit und Kopfschütteln löste beim Regionalforum Freistadt die Ansage von Bundesministerin Leonore Gewessler aus, die Straßenbauprojekte der ASFiNAG zu evaluieren, wovon auch die S10 massiv betroffen ist.DerZusammenschluss der Leiter von Arbeiterkammer, Arbeitsmarktservice, Bezirksbauernkammer, Bezirkshauptmannschaft und Wirtschaftskamme fordert von Bundesministerin Gewessler (Grüne), ihre Ankündigung zurückzuziehen, die S 10 abermals zu evaluieren.

Sie alle erheben als Mitglieder des Regionalforums Freistadt die gleiche Forderung: Dietmar Wolfsegger (WKO Freistadt), Johannes Gahleitner (BBK Freistadt Perg), Alois Rudlstorfer (AMS Freistadt), Andrea Außerweger (BH Freistadt) und Klaus Riegler (AK Freistadt). Foto: Regionalforum

Neben Breitbandausbau sieht das Regionalforum den Lückenschluss der S 10 von Freistadt bis Wullowitz als vordringlichste Infrastrukturmaßnahme für den Bezirk Freistadt an. Das Regionalforum Freistadt fordert deshalb Bundesministerin Leonore Gewessler auf, ihre Ankündigung, die S 10 einer zusätzlichen Evaluierung zu unterziehen, zurückzuziehen.

„S10-Weiterbau unverzichtbar“

Aus Sicht der Bezirkshauptmannschaft Freistadt ist ein Weiterbau der S 10 Mühlviertler Schnellstraße bis zur Staatsgrenze unverzichtbar. Die S10 ist nicht nur eine unerlässliche Verbindung nach Tschechien, sie stellt vor allem eine wichtige Lebensader für das Mühlviertel und die Region Freistadt dar. Dementsprechend stehen die Bevölkerung und auch die ganze Region hinter dem Projekt. Den Weiterbau für eine zusätzliche Evaluierung nunmehr einzustellen, wäre ein fataler Rückschlag für die Region und speziell für die Bevölkerung von Rainbach. „Wir appellieren an die Ministerin, die gute Entwicklung der Erweiterung der S 10 nicht zu unterbrechen, sondern das Ergebnis des UVP-Verfahrens sofort umzusetzen“, sagt Bezirkshauptfrau Andrea Außerweger.

 “Kostenintensive Vorarbeit nicht kippen“

Der Teilabschnitt der S10 Umfahrung Rainbach wurde in den letzten Jahren intensiv geprüft, evaluiert und optimiert. Solche Planungen, die auch eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung umfassen, sind nicht nur sehr arbeitsintensiv, sondern kosten auch sehr viel Geld. All diese geleisteten Vorarbeiten und die Umsetzung vor dem Baubeginn zu stoppen und möglicherweise das Projekt zu kippen, sind auch für Johannes Gahleitner, Leiter der Bezirksbauernkammer Freistadt, nicht nachvollziehbar.

 “Arbeitsplätze werden gefährdet“

In dieselbe Kerbe schlägt auch Klaus Riegler, Leiter der Arbeiterkammer Freistadgt: „Eine neuerliche Evaluierung und die damit verbundene unnötige Verzögerung des Weiterbaus der S 10 sind klar abzulehnen. Dadurch werden der Wirtschaftsstandort Freistadt und viele Arbeitsplätze gefährdet. Auch für die Pendlerinnen und Pendler ist ein rascher Weiterbau der S10 von großer Bedeutung.“

„Pendlerkilometer und Umweltbelastung verringern“

Der bisher fertiggestellte Teil der S 10 hat viele Betriebe und damit Arbeitsplätze in den Bezirk gebracht. Die Chancen von Arbeitsuchenden, rasch einen Job in der Region zu finden, sind damit beträchtlich gestiegen. Viele tausend Pendlerkilometer bleiben darüber hinaus den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, und tonnenweise Abgase der Umwelt, erspart. Es ist daher unverständlich, dass dieses fertig geplante Projekt, das diesen Trend weiter verstärken wird, nun in Frage gestellt wird, zeigt auch Alois Rudlstorfer, Leiter des AMS Freistadt, kein Verständnis für den Gewessler-Vorstoß.

 “Energie lieber in Bahnausbau stecken“

Das selbe gilt auch für Dietmar Wolfsegger, Leiter der WKO Freistadt: „Ich würde mir von der Infrastrukturministerin erwarten, dass sie ihre Energie in den Ausbau der Summerauerbahn und der Schnellbahn Linz-Pregarten steckt, nicht in die Blockade der Fertigstellung der S 10, die wir schon allein für den internationalen Verkehr brauchen. Den können weder sie noch wir aufhalten. Und auch die regionale Wirtschaft im Mühlviertel braucht dringend den S 10–Lückenschluss.“   


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