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S10: Rainbachs Bürgermeister und Bürgerbewegung zufrieden mit Verbesserungen der Schutzmaßnahmen

Online Redaktion, 07.09.2021 08:01

RAINBACH. Die Asfinag lud den Gemeindevorstand von Rainbach zur Präsentation der Verbesserungen der Schutzmaßnahmen als Ergebnis der UVP und der Evaluierung des Ministeriums. Bürgermeister Lorenz ist mit dem Ergebnis zufrieden, ebenso die Bürgerbewegung für Rainbach. Nach intensiver Prüfung des Bescheides und umfangreichen internen Beratungen hat sich die BBfR entschlossen, keinen Einspruch gegen den Weiterbau der S 10 vorzubringen.

Bürgerbewegung für Rainbach (BBfR) Foto: BBfR
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Mit dem Eingang des UVP Bescheides beginnt nun die Einspruchsfrist von vier Wochen. „Nach Durchsicht der Unterlagen sehen wir, dass unsere Forderungen berücksichtigt wurden“, sagt Rainbachs Bürgermeister Günter Lorenz.

Zusätzliche 3,4 Kilometer Lärmschutzwände

„Wenn wir die Ergänzungen im Lärmschutzbereich, wo zusätzlich 3,4 Kilometer Lärmschutzwände errichtet werden, betrachtet, so konnten doch erhebliche Verbesserungen zum Schutz der Menschen erreicht werden. Zusätzlich werden rund 2,5 Kilometer Spritzschutzwände angebracht, um die an der Trasse gelegenen Wälder und landwirtschaftlichen Flächen vor der Verkehrsgischt zu schützen. Die Mehrkosten werden mit gut zwei bis drei Millionen Euro beziffert“, berichtet der Ortschef. Mit der Errichtung von Fledermausschutzwänden und der Erhöhung der Lärmschutzwände auf vier Meter sei eine Einsicht auf die Schnellstraße nicht mehr gegeben.

Für den Abschnitt Vierzehn nach der Anschlussstelle Freistadt Nord forderte Bürgermeister Lorenz eine Erhöhung der Abschirmkante mit einer Länge von gut 400 Metern, um die Bewohner der Siedlung in Vierzehn noch besser vor der Einsicht auf die Schnellstraße zu schützen. Diese Forderung wurde in den Aktenvermerk aufgenommen. „Auch wenn wenigen Forderungen von Einzelpersonen nicht nachgekommen werden kann, müssen wir ganz klar von einer deutlichen Verbesserung für alle Beteiligten sprechen“, meint Bürgermeister Lorenz.

Bürgerbewegung gibt grünes Licht für Weiterbau der S10 

Die Bürgerbewegung für Rainbach (BBfR) hatte in der UVP-Verhandlung über einen Rechtsanwalt eine Reihe von Vorschlägen zur Verbesserung der Schutzmaßnahmen für die Rainbacher Bevölkerung eingebracht. Diese Vorschläge wurden von der Verhandlungsleitung durchaus als berechtigt angesehen. Deshalb wurden per Bescheid Nachbesserungen beim Lärmschutz vorgeschrieben. „Die verbesserten Lärmschutzmaßnahmen entschärfen die Situation vieler Menschen im näheren Umfeld der S 10. Auch wenn es noch einiges an Verbesserungspotential geben würde, sieht die BBfR es nun als vorrangig, den raschen Baubeginn zu unterstützen“, sagt Klaus Reichinger, BBfR Fraktionsobmann und Bürgermeisterkandidat.

Die Entscheidung gegen einen Einspruch des UVP-Bescheids und zugunsten einer schnellen Entlastung der Anrainer der B310,wurde nach ausgiebigen Beratungen von allen Mitgliedern der Bürgerbewegung beschlossen - „und das, obwohl einige sehr stark von der zukünftigen S10 betroffen sein werden“, wie Reichinger hervorhebt. 

Die Entscheidung der Bürgerbewegung für Rainbach wurde von vielen auch deshalb mit Spannung erwartet, da die BBfR nicht nur eine Wahlliste ist, welche seit sechs Jahren im Rainbacher Gemeinderat vertreten ist, sondern aufgrund von gesammelten Unterschriften auch eine anerkannte Bürgerliste, die nach UVP-Gesetz wesentliche Rechte im Genehmigungsverfahren für sich erwirkt hatte.

„Die Beharrlichkeit der BBfR beim Einsatz für Verbesserungenbei den Maßnahmen zum Schutz der Rainbacher hat sich letztendlich also doch bezahlt gemacht“, resümiert Klaus Reichinger. 


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