Hilferuf der Klinikum Freistadt-Mitarbeiter: "Wir sind ausgebrannt, wir können nicht mehr!"
FREISTADT. „Unsere Mitarbeiter sind ausgebrannt, physisch und psychisch. Viele Kollegen können nicht mehr. Wir sind am Zenit angekommen“, sagt Silvia Rentenberger-Enzenebner, Betriebsrätin am Klinikum Freistadt, dessen Mitarbeiter sich an der Protestaktion „Es ist 5 nach 12“ zum Pflegenotstand beteiligten.

In der Klinik Freistadt wird hervorragende Arbeit geleistet, unsere Mitarbeiter lieben ihren Beruf. Gerade jetzt helfen sie Bereichsübergreifend zusammen und arbeiten oftmals über ihre eigenen Grenzen, um unsere Patienten fachgerecht und adäquat versorgen zu können. Meine Kolleginnen und Kollegen fühlen sich aber von den zuständigen Politikern im Stich gelassen. Nicht erst seit der Pandemie gibt es Personalprobleme, aber durch die Pandemie trat nun aber massiv Verschärfung der Problematik ein. Es fehlen an allen und Enden und Ecken Mitarbeiter“, bringt Silvia Rentenberger-Enzenebner, Vorsitzende des Angestellten-Betriebsrats und Kammerrätin der AK OÖ, die Problematik au den Punkt.
„Das Gesundheitssystem wird sehenden Auges an die Wand gefahren“
„Neben der regulären Dienstzeit versehen sie nun auch noch Notfallbereitschaften und übernehmen Dienste von anderen Kolleginnen und Kollegen, die aufgrund von Krankheit ausfallen. Wir sind am Zenit angekommen. Sehenden Auges wird das Gesundheitssystem in Österreich an die Wand gefahren. Mittlerweile frage ich mich, ob dies von den zuständigen Politikern Absicht ist“, kritisiert Betriebsrätin Silvia Rentenberger-Enzenebner.
Es ist Zeit, zu handeln
Die Vertreter der „Offensive Gesundheit“ wollten mit der Protestaktion ein Zeichen setzen und breites Bewusstsein für die angespannte Lage im Gesundheits-, Pflege- und Sozialbereich in Österreich schaffen. Gerichtet ist die Aktion an alle politischen Verantwortlichen auf Bundes- sowie Landesebene, die für Verbesserungen und Entlastungen im Gesundheitssystem sorgen könnten. „Uns wurde in letzter Zeit viel versprochen, es ist nun an der Zeit, den Worten Taten folgen zu lassen“, so Vertreter der „Offensive Gesundheit“.


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