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FREISTADT. Der Freistädter Gemeinderat legt einstimmig den Grundstein für die erste Energiegemeinschaft.

Die Musikmittelschule (am Bild), die Volksschule 1 und das Feuerwehrhaus wurden bereits mit intelligenten Solarsystemen ausgestattet. Vier weitere Gemeindegebäude folgen ab Jänner. (Foto: Martin Pröll)

Die ersten drei Freistädter Sonnenkraftwerke sind fertig: Die Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Volksschule 1, der Musikmittelschule sowie des Feuerwehrhauses sind montiert und mit intelligenten Speicher- und Managementsystemen ausgestattet. Vier weitere Gemeindegebäude werden ab Jänner aufgerüstet. Insgesamt wird die Anlage eine Leistung von 700 kWp erbringen. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 131 Einfamilienhäusern. Oder anders ausgedrückt: Knapp 11 Millionen Glühbirnen könnten damit ein Jahr lang zum Leuchten gebracht werden. 50 Tonnen CO2 spart die Stadtgemeinde Freistadt durch die intelligenten Solarsysteme jährlich ein.

Erste Freistädter Energiegemeinschaft

Mit der Gründung der ersten Freistädter Energiegemeinschaft setzt die Gemeinde einen weiteren Schritt in Richtung Energiewende. Den Grundsatzbeschluss zur Vereinsgründung fasste der Gemeinderat einstimmig in seiner gestrigen Sitzung; im ersten Quartal 2022 soll es losgehen. Damit eröffnet die Gemeinde allen Bürgern, Unternehmern und Landwirten die Möglichkeit, Teil der Energiewende zu sein und die Vorteile aus der ersten Freistädter Energiegemeinschaft zu nutzen.

Bereits 50 Interessenten

Jeder Bürger sowie jedes lokale Unternehmen kann Teil der Energiegemeinschaft werden: als Bezieher der lokalen grünen Energie oder auch, um seine eigene überschüssige Sonnenenergie zu verwerten. Wer an der Energiegemeinschaft teilnimmt, genießt besondere finanzielle Vorteile (günstigere Netzgebühren, keine Elektrizitätsabgabe bzw. Abgabe für erneuerbare Energie innerhalb der Energiegemeinschaft). Wer an einer Mitgliedschaft interessiert ist, kann sich unter freistadt.energiegemeinde.info für den Newsletter anmelden und sich regelmäßig über den Projektfortschritt informieren. 50 Personen haben bereits ihr Interesse an einer Mitgliedschaft bekundet.

Wichtiger Schritt in der Blackout-Vorsorge

Mit diesem Projekt setzt die Stadt gleichzeitig einen wichtigen Schritt in der Blackout-Vorsorge: Die innovativen Speicherlösungen der Firma impact invest ermöglichen einen Notbetrieb im Falle eines längeren Stromausfalls und tragen wie jedes dezentrale Energiesystem vorsorglich zur Verhinderung eines Blackouts bei. Schon nach der ersten Ausbauphase können die betreffenden Gebäude im Schnitt zu 79,9% autark versorgt werden.


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