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AusbildungsFit Freistadt als Sprungbrett zum nächsten Ausbildungsschritt

Online Redaktion, 10.06.2022 16:18

FREISTADT. Beim Tag der offenen Tür gaben das Team von „AusbildungsFit“ und „seine“ Jugendlichen am Standort Galgenau hautnahen Einblick in das Arbeitsumfeld und die Tätigkeitsbereiche. Zu den rund 80 Besuchern gehörten Bgm. Christian Gratzl und AMS-Leiter Alois Rudlstorfer. Sie betonten die Notwendigkeit und Wirksamkeit dieses Angebots für junge Menschen, die Unterstützung brauchen, um in einer weiterführenden Ausbildung und in der Arbeitswelt Fuß fassen zu können.

v.l.n.r.: Bgm. Christian Gratzl, Teilnehmerin Jana, AMS-Leiter Alois Rudlstorfer, Birgit Riedl-Bruckner (Leitung AFIT Freistadt), Teilnehmer Alfred und Gregor Bayer (Geschäftsfeldleitung Berufliche Integration der Sozialen Initiative) (Foto: Soziale Initiative gGmbH)

Welche Unterstützung wird in AusbildungsFit (AFIT) geboten, damit junge Menschen den Sprung in eine weiterführende Ausbildung bzw. ins Berufsleben schaffen? Welche handwerklichen Fähigkeiten und Alltagskompetenzen werden in den Trainingsmodulen erprobt? Wie gelingt es, die persönlichen Stärken, die im Coaching sichtbar werden, in den Alltag zu übertragen? Und was kann man  aus einem Medien-Workshop für das Teamwork in der Arbeitswelt mitnehmen?

Diese und viele weitere Fragen haben das Team von AusbildungsFit Freistadt unter der Leitung von Birgit Riedl-Bruckner und betreute Jugendliche am Tag der offenen Tür am 9. Juni am neuen Standort in der Galgenau 13 beantwortet. Vier interaktive Mitmach-Stationen haben den rund 80 Besuchen einen hautnahen Einblick in das Arbeitsumfeld in AFIT gegeben.

Talente entdecken, Selbstvertrauen entwickeln, Fertigkeiten ausbauen

„Im Bezirk Freistadt gibt es zurzeit mehr Lehrstellen als Lehrstellensuchende. Manche fragen sich jetzt vielleicht, ob es ein Angebot wie AFIT überhaupt braucht“, sagt AMS-Leiter Alois Rudlstorfer bei der Eröffnung. „Ja, das brauchen wir unbedingt, denn es gibt junge Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen, wegen gesundheitlicher Probleme, Lernschwächen oder einer schwierigen Familiensituation, eine überbrückende Unterstützung und Begleitung brauchen, bis sie in einer weiterführenden Ausbildung oder einem Beruf Fuß fassen können. In AFIT bekommen sie die Möglichkeit und die Zeit, ihre Talente zu entdecken, Fertigkeiten auszubauen und Selbstvertrauen zu entwickeln.“

Ein Beispiel aus der Praxis

So wie etwa im Fall des 22-jährigen Alfred, der seit einem Jahr an AFIT teilnimmt. Wegen gesundheitlicher Probleme musste er nach zwei Jahren seine Lehre zum KFZ-Techniker abbrechen. „Die Zusammenarbeit mit anderen Jugendlichen, die Tagesstruktur, die das abwechslungsreiche Programm bietet und die Unterstützung durch die Coaches motivieren mich und es geht mir schon viel besser, als noch vor einem Jahr“, erzählt er. Nach mehreren Schnupperpraktika im Pflegebereich sowie bei einem Optik- und Hörgerätehändler glaubt Alfred nun das Richtige gefunden zu haben: „Die Ausbildung zum Optiker würde mir taugen. Jetzt hoffe ich, dass ich bald eine Lehrstelle in der Gegend finde“, ergänzt er zuversichtlich.

Auch der Freistädter Bürgermeister Christian Gratzl ist überzeugt von der Wirkung von AFIT: „Ich freue mich, dass wir jungen Menschen in der Region mit einer kompetenten Partnerin wie der Sozialen Initiative dieses wichtige Angebot machen und ihnen damit Perspektiven für ihren beruflichen Weg geben können. Ich bedanke mich deshalb ganz herzlich für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

Seit dem Start im Jahr 2014 haben 570 von der Sozialen Initiative betreute Jugendliche und junge Erwachsene in Oberösterreich an AusbildungsFit Next Level teilgenommen. In Freistadt gibt es das Angebot seit 2015: 73 Teilnahmen wurden bisher verzeichnet. Zwölf junge Menschen können dort laufend begleitet werden.

 

AusbildungsFit Next Level wird von der Sozialen Initiative im Auftrag des Sozialministeriums an drei Standorten in Linz, Freistadt und Steyr betrieben. Es ist ein kostenloses Angebot, umfasst mindestens 16 und bis zu 26 Wochenstunden und wendet sich an junge Menschen ab der Erfüllung der Schulpflicht bis zum vollendeten 24. Lebensjahr. Dafür erhalten sie bis zu zwölf Monate Zeit und Geld vom AMS zur Deckung des alltäglichen Lebensunterhaltes. Eine Verlängerung um weitere sechs Monate ist in begründeten Fällen möglich. Die meisten Teilnehmer:innen haben einen Nachreifungsbedarf - manche emotional oder sozial, andere im schulischen, integrativen Bereich oder bei alltäglichen Strukturen.

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