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BEZIRK FREISTADT. Der Winter beeinflusst die Arbeitslosigkeit enorm. Mit Stand von Ende Dezember sind 1.195 Personen beim AMS Freistadt arbeitslos gemeldet.

Im Bezirk Freistadt sind ausreichend Lehrplätze vorhanden. (Foto: Daniel Ernst)
Im Bezirk Freistadt sind ausreichend Lehrplätze vorhanden. (Foto: Daniel Ernst)

420 Frauen und 775 Männer registriert das AMS Freistadt derzeit als arbeitslos. 448 von ihnen (71 Frauen/377 Männer) verfügen über eine Wiedereinstellzusage und werden im Frühjahr die Beschäftigung wieder bei ihrem vorigen Dienstgeber aufnehmen. „Das Ende der Bausaison lässt die Arbeitslosenzahlen bei uns jedes Jahr in die Höhe schnellen. Spannend wird dieses Mal, inwieweit die Wiedereinstellzusagen auf Grund der angespannten Situation im Bau-  und Baunebengewerbe halten werden“, sagt Alois Rudlstorfer, Leiter des AMS Freistadt. Die Arbeitslosenquote beträgt mit Stand von Dezember 3,9 Prozent und ist damit hinter Rohrbach die Zweitniedrigste aller OÖ Bezirke. Im Vergleich zum Dezember 2022 steigt die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkten bzw. 57 Personen.

Jugendliche weiterhin am stärksten betroffen

Am stärksten steigt weiterhin die Zahl der unter 25-Jährigen Arbeitssuchenden. Derzeit sind in dieser Altersgruppe mit 184 Personen um fast 29 Prozent mehr beim AMS vorgemerkt als noch vor einem Jahr. „Mit speziellen Unterstützungs- und Qualifizierungsangeboten, aber auch durch gezieltes, verbindliches Anbieten von offenen Stellen versuchen wir diesem Trend entgegen zu wirken“, sagt der Freistädter AMS-Chef. Fast gleich (+ 4 Personen) bleibt hingegen die Zahl der über 50-Jährigen, die einen neuen Job suchen. „In dieser Altersgruppe ist in den vergangenen Monaten offensichtlich eine Trendumkehr gelungen“, sagt Rudlstorfer.

 Arbeitskräftebedarf weiterhin groß

Der Arbeitskräftebedarf der Freistädter Unternehmen ist weiterhin groß und ein Ende des Arbeitskräftemangels nicht in Sicht. Mit 544 offen Stellen alleine in den Freistädter Betrieben stehen die Chancen, rasch einen neuen Job zu finden, weiterhin sehr gut. Die meisten offenen Stellen gibt es derzeit in technischen Berufen (86), im Handel (64), in Fremdenverkehrsberufen (58), in Gesundheitsberufen (55), Metall- und Elektroberufen (48), in Büroberufen (50), in den Holzverarbeitenden Berufen (25), in Verkehrsberufen (16) und in Reinigungsberufen (15). Gesucht werden auch 43 Hilfskräfte in den verschiedensten Branchen.

270 offene Lehrstellen - Auspendeln kaum nötig

270 offene Lehrstellen sind derzeit von den Freistädter Unternehmen beim AMS gemeldet, 192 davon bereits für einen Lehrbeginn ab Sommer 2024. Ab sofort würden die Freistädter Unternehmen also 78 Lehrlinge aufnehmen. Derzeit gibt es aber lediglich 22 Jugendliche, die sofort eine Lehrausbildung beginnen können und 184, die momentan noch die Pflichtschule besuchen, sich aber schon jetzt nach einer Lehrstelle ab Juli 2024 umsehen. „Da es auf Grund des enormen Lehrstellenangebots im Bezirk, für Jugendliche kaum mehr nötig ist, für die Lehrausbildung auszupendeln, appelliere ich an alle Jugendlichen, die einen Lehrplatz suchen und ihre Eltern, die ja auch maßgeblich für die Wahl des Lehrplatzes verantwortliche sind, sich immer zuerst das Lehrplatzangebot im Bezirk anzusehen, bevor sie in Erwägung ziehen, sich in Richtung Zentralraum zu orientieren. Kurze Pendelzeiten und damit auch gewonnen Freizeit bzw. geringe Kosten können damit auf Dauer gesichert werden“, sagt Rudlstorfer

Die meisten sofort verfügbaren Lehrstellen gibt es momentan in den Fremdenverkehrsberufen (22), im Handel (18), in den Bauberufen (11), in den Metall- und Elektroberufen (9), in den holzverarbeitenden Berufen (7) und in den Büroberufen bzw. Gesundheitsberufen (je 3).


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