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BEZIRK FREISTADT. Im Jänner steigt die Arbeitslosenquote im Bezirk Freistadt auf 4,5 Prozent. „Die schwächelnde Konjunktur wirkt sich nun auch bei uns spürbar aus“, sagt Alois Rudlstorfer vom AMS Freistadt.

Passende Arbeitskräfte sind für Betriebe immer noch nur schwer zu finden. (Foto: Robert Kneschke/Adobe Stock)

Hinter den Bezirken Rohrbach und Eferding verfügt der Bezirk Freistadt, trotz eines Anstieges um 0,4 Prozentpunkte, nach wie vor, über die drittniedrigste Arbeitslosenquote aller OÖ Bezirke. 639 der 1.395 Arbeitsuchenden verfügen über eine Einstellzusage und werden in den nächsten Wochen eine Beschäftigung, Großteils im Bau- und Baunebengewerbe, wieder aufnehmen. Tatsächlich auf Arbeitssuche sind daher insgesamt 756 Personen aus dem Bezirk. „Da es alleine in den Freistädter Unternehmen derzeit 559 offene Arbeitsstellen gib, stehen die Chancen, einen neuen Arbeitsplatz zu finden, weiterhin ganz gut“, sagt Rudlstorfer.

Jugendliche weiterhin am stärksten betroffen

Stark steigt weiterhin die Zahl der unter 25-Jährigen, die auf Arbeitsuche sind. Derzeit sind in dieser Altersgruppe mit 208 Personen um fast 14% mehr beim AMS vorgemerkt, als noch vor einem Jahr. „Um dem weiteren Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit entgegen zu wirken, unterstützen wir diese Personengruppe ab dem ersten Tag der Arbeitslosigkeit zusätzlich zu den verbindlichen Jobangeboten, verstärkt mit Berufsorientierungsangeboten und speziellen Kursen zur Optimierung der Arbeitssuche“, sagt der Freistädter AMS Chef. Bei den älteren Arbeitsuchenden scheint diese Trendumkehr laut Rudlstorfer bereits gelungen. Im Jänner steigt die Zahl der über 50-Jährigen im Jahresvergleich lediglich um 3%.

 Arbeitskräftebedarf

Trotz des Anstieges bei den Arbeitsuchenden, ist der Arbeitskräftemangel in den Freistäter Unternehmen weiterhin permanent vorhanden. Passende Arbeitskräfte, für die derzeit beim AMS gemeldeten 559 offenen Stellen, sind immer noch nur schwer zu finden. Die meisten offenen Stellen gibt es derzeit in technischen Berufen (85), im Handel (62), in Gesundheitsberufen (54), in Büroberufen (53), in Fremdenverkehrsberufen (52), Metall- und Elektroberufen (51), in den Holzverarbeitenden Berufen (21), in Reinigungsberufen (15), in Verkehrsberufen (14) und in den Bauberufen (12). Gesucht werden auch 29 Hilfskräfte in den verschiedensten Branchen.

 Lehrstellenmarkt

248 offen Lehrstellen sind derzeit von den Freistädter Unternehmen beim AMS gemeldet. – 66 davon ab sofort zu besetzen, - die restlichen ab Sommer 2024. Ende Jänner sind nur 14 Jugendliche, die ab sofort eine Lehrstelle annehmen können beim AMS gemeldet. 161 lehrstellensuchend gemeldeten Personen besuchen derzeit noch die Pflichtschule, sind aber schon jetzt auf der Suche nach einer passenden Lehrstelle ab Juli 2024. „Auf Grund des enormen Lehrstellenangebots im Bezirk, ist es für Jugendliche kaum mehr nötig, für die Lehrausbildung auszupendeln. Einem Ausbildungsplatz quasi vor der Haustür steht meist nichts mehr im Weg,“ sagt Rudlstorfer Die meisten Lehrstellen gibt es momentan in den Fremdenverkehrsberufen (53), im Handel (52), in den Metall- und Elektroberufen (49), in den Bauberufen (32), in den holzverarbeitenden Berufen (20), in Büroberufen (13) und in den Gesundheitsberufen (8).

 


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