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Kläranlagen-Erweiterung: Fünf Millionen Euro für reines Wasser

Mag. Claudia Greindl, 08.04.2024 11:58

FREISTADT. Das Abwasser von bis zu 48.000 Einwohnern aus fünf Gemeinden kann künftig in der Kläranlage des Reinhaltungsverbands (RHV) Freistadt gereinigt werden. Der Spatenstich für die Erweiterung wurde dieser Tage gesetzt.

Spatenstich der fünf „Musketiere“ im RHV Freistadt (v. l.): die Bürgermeister Günter Lorenz (Rainbach), Roman Brungraber (Lasberg), Christian Gratzl (Freistadt), Josef Eilmasteiner (Waldburg) und Stefan Weißenböck (Grünbach) F: Greindl (Foto: Greindl)
photo_library Spatenstich der fünf „Musketiere“ im RHV Freistadt (v. l.): die Bürgermeister Günter Lorenz (Rainbach), Roman Brungraber (Lasberg), Christian Gratzl (Freistadt), Josef Eilmasteiner (Waldburg) und Stefan Weißenböck (Grünbach) F: Greindl (Foto: Greindl)

„Die Kläranlage ist derzeit für 38.000 Einwohnergleichwerte ausgerichtet, nicht am Stand der Technik und zu klein für die steigenden Abwassermengen“, berichtete Christian Affenzeller für die planenden Ziviltechnik-Büros Machowetz & Partner Consulting und FHCE aus Linz. Fünf Millionen Euro nehmen die Mitglieder des RHV Freistadt, die Gemeinden Freistadt, Rainbach, Grünbach, Waldburg und Lasberg daher für das Update in die Hand. Den Löwenanteil von rund drei Viertel der Kosten trägt die Stadtgemeinde Freistadt. Seit Anfang März wird nun schon gebaut. Es entstehen eine zweite Rechenstraße, ein zusätzliches, sieben Meter tiefes Belebungsbecken, ein zweiter Faulturm, ein größerer Gasbehälter und ein größeres Blockheizkraftwerk. Gasbehälter und Kraftwerk sollen in Verbindung mit neuen Pumpen und Aggregaten mit sparsameren Motoren für mehr Energieeffizienz sorgen und den Eigenversorgungsgrad bei Strom deutlich erhöhen.

Die jetzige Erweiterung ist eine von mehreren in der Geschichte der Kläranlage, die bis ins Jahr 1973 zurückreicht, wie Gründungsmitglied Altbürgermeister Josef Mühlbachler aus Freistadt zu erzählen wusste. Er rannte bei manchem Nachbarbürgermeister mit der Idee des gemeindeübergreifenden Reinhaltungsverbands nicht gerade offene Türen ein. 1992 wurde dieser jedoch gegründet und ist seitdem für die beteiligten Gemeinden nicht mehr wegzudenken. Alle fünf Bürgermeister lobten beim Spatenstich das gute Klima im Verband, der seit 1992 unter der Führung von Obmann Klemens Dedl steht. Auch für das Mitarbeiterteam unter Geschäftsführer Gerhard Kerschbaummayr fanden alle Gemeindeoberhäupter sehr lobende Worte. Die Bauarbeiten sollen noch heuer abgeschlossen werden, der Klärbetrieb läuft unterdessen ungestört weiter.


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