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BEZIRK FREISTADT. Im Schnitt steigen die Arbeitslosenzahlen in OÖ um 21,2 Prozent. „Entgegen dieser unerfreulichen Entwicklung freuen wir uns in Freistadt, als einziger Bezirk in OÖ, über einen, wenn auch nur sehr geringen, Rückgang bei den Arbeitslosen“, sagt Alois Rudlstorfer, Leiter des AMS Freistadt. Die Arbeitslosenquote bleibt damit weiterhin bei sehr guten 2,3 Prozent und ist hinter Rohrbach die niedrigste aller OÖ Bezirke. 

 (Foto: Gustavo Frazao/Adobe Stock)
(Foto: Gustavo Frazao/Adobe Stock)

Insgesamt sind Ende Juni 700 Freistädter (358 Frauen/342 Männer) beim AMS zur Arbeitsuche angemeldet. Bei den Jugendliche setzt sich der positive Trend der vergangenen Monate fort. Im Jahresabstand sinkt die Zahl der unter 25-Jährigen um 17 Prozent. Die Zahl der offenen Stellen sinkt im Jahresvergleich auf 591 (-14 Prozent.). „Wenn wir uns da mit OÖ vergleichen, sehen wir, dass dieser Rückgang bei uns moderater ausfällt. Im OÖ-Schnitt sinkt die Zahl den offenen Stellen um 25,4 Prozent“ sagt Rudlstorfer.

Jugendarbeitslosigkeit

Derzeit sind mit 82 unter 25-jährigen um 17 weniger auf Arbeitsuche als noch vor einem Jahr. „Die Unterstützung mit verbindlichen Jobangeboten ab dem ersten Tag der Arbeitslosigkeit und die kurzfristig verfügbaren Angebote an Berufsorientierungskursen bzw. Kursen zur Optimierung der Arbeitssuche machen sich bezahlt“, sagt Rudlstorfer.

Arbeitskräftebedarf

Obwohl die Zahl der offenen Stellen im Jahresvergleich um 96 sinkt, ist der Arbeitskräftebedarf in einigen Freistädter Unternehmen weiterhin groß. Insbesondere in den Gesundheitsberufen steigt der Bedarf kontinuierlich. Insgesamt sind derzeit 591 offene Stellen beim AMS in Freistadt gemeldet. Allein im Juni wurden 154 offene Stellen neu gemeldet und 184 erfolgreich besetzt. Mehr als 1/4 aller Arbeitslosen ist mehr als 55 Jahre alt und fast 40 Prozent haben gesundheitliche Einschränkungen. „Unternehmen, die diese Personengruppen im Bewerbungsverfahren von Vornherein ausscheiden, werden sich sehr schwer tun, ihren Arbeitskräftebedarf zu decken“, sagt der Freistädter AMS-Chef. Das AMS unterstützt Unternehmen, die Ältere oder Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen einstellen mit zeitlich befristeten Lohnkostenzuschüssen (Eingliederungsbeihilfen) am Anfang der Beschäftigung. Die meisten offenen Stellen gibt es derzeit in Handel (69), Gesundheitsberufen (68), Metall- und Elektroberufen (65), technischen Berufe (57), Büroberufen (54), Bauberufen (47), Fremdenverkehrsberufen (46), Reinigungsberufen (24), Verkehrsberufen (18), holzverarbeitenden Berufen (13) sowie für Hilfskräfte in verschiedenen Branchen (44).

Lehrstellenmarkt

Für Unternehmen, die Lehrlinge suchen, um ihren Fachkräfte für die Zukunft selbst auszubilden, wird es immer schwieriger, diese auch tatsächlich zu finden. 169 offen Lehrstellen sind derzeit von den Freistädter Unternehmen beim AMS gemeldet. Diesen vielen offenen Lehrstellen stehen lediglich 30 Jugendliche, die eine Lehrstelle suchen, gegenüber. Das heißt, dass ein Lehrstellensuchender, statistisch gesehen, aus fünf offenen Lehrstellen allein in den Freistädter Unternehmen auswählen kann. „Auf Grund des enormen Lehrstellenangebots im Bezirk, ist es für Jugendliche kaum mehr nötig, für die Lehrausbildung auszupendeln. Die Zeit fürs Pendeln könnte auf jeden Fall besser genutzt werden“, sagt der Freistädter AMS Chef. Die meisten, freien Lehrstellen gibt es momentan in Fremdenverkehrsberufen (43), Metall- und Elektroberufen (39), Handel und Verkehr (29), Bauberufen (23), holzverarbeitenden Berufen (13), Büroberufen (4) und Gesundheitsberufen (3).


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