Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

WARTBERG OB DER AIST. Mit dem neuen Umspannwerk Friensdorf nahm die Linz Netz GmbH am Donnerstag den wichtigsten Knoten im Stromnetz des Mühlviertels in Betrieb. Es erhöht nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern schafft auch die dringend benötigten Kapazitäten für die Einspeisung erneuerbarer Energie in das Stromnetz. 

  1 / 6   Linz AG-Vorstandsdirektor Josef Siligan, Bgm. Dietmar Stegfellner und Linz AG-General Erich Haider (v. l.) nahmen das Umspannwerk gemeinsam in Betrieb. (Foto: Linz AG/Fotokerschi/Werner Kerschbaummayr)

Das insgesamt 28. Umspannwerk der Linz Netz in Oberösterreich ist eines der modernsten im ganzen Bundesland. Errichtet wurde es innerhalb von rund drei Jahren mit Kosten von 18 Millionen Euro. „Wir investieren damit nicht nur in die Versorgungssicherheit des östlichen Mühlviertels, sondern auch in die Entwicklung der Region“, so Linz AG-Generaldirektor Erich Haider. Dem konnte Wartbergs Bürgermeister Dietmar Stegfellner nur beipflichten: „Das neue Umspannwerk ist das Rückgrat der Region für die Energiewende, die den Stromverbrauch drastisch ansteigen lässt.“ 

Herausforderung PV-Strom

Als Herausforderung für die Strominfrastruktur nannte Josef Siligan, Vorstandsdirektor der Linz AG im Ressort Energie, die wachsende Zahl der privat einspeisenden Photovoltaikanlagen. Innerhalb von drei Jahren sei deren Zahl von 3.000 bauf 23.000 explodiert. Nach Sonnenaufgang steigt dadurch die Strommenge plötzlich stark an und muss in Millisekundenschnelle abgeleitet werden. Das neue Schalthaus mit einer Ausdehnung von 47 mal 22 Meter beherbergt nun die benötigten Schaltanlagen mit ausreichender Kapazität. „Auch Platzreserven für weitere Anbindungen sind vorhanden“, so Siligan.  

Neues Service Center 

Anstelle der alten 110 kV-Freiluftschaltanlage wird in Folge ein neues Service Center entstehen. Die Mitarbeiter sind für Ausbau und Instandhaltung des Stromnetzes im Versorgungsgebiet zuständig. Sie kümmern sich auch um ungeplante Leitungsausfälle, die im Jahr 2025 in durchschnittlich knapp sieben Minuten behoben wurden. „Das ist der niedrigste Wert aller Netzbetreiber in Österreich“, sagt Linz AG-Generaldirektor Haider nicht ohne Stolz. 

Regionale Firmen beteilligt

Beim Bau und der Ausstattung des Umspannwerks wurde großteils auf regional ansässige Firmen gesetzt - für die Linz Netz ein wichtiger Beitrag zur Sicherung von lokalen Arbeitsplätzen und zur Absicherung des Wirtschaftsstandorts Linz und Umgebung. 

Verdoppelt hat sich die Leistungskapazität des Umspannwerks Friensdorf durch die Neugestaltung. Dadurch können im Versorgungsgebiet (Gallneukirchen, Engerwitzdorf, Unterweitersdorf, Wartberg, Pregarten, Hagenberg, Neumarkt, Kefermarkt, Gutau, Schönau, Bad Zell, Pierbach, Rechberg und Tragwein) rund 10.000 zusätzliche Haushalte mit Strom versorgt werden. Primäres Ziel der Verstärkung von 30 auf 60 Megavoltampere war allerdings die deutliche Erweiterung der Kapazitäten für die Erzeugung erneuerbarer Energie in der Region.

So funktioniert ein Umspannwerk: Für einen verlustarmen Stromtransport zwischen Kraftwerken und den einzelnen Umspannwerken werden hohe Spannungen eingesetzt – im Netz der Linz Netz GmbH 110 kV. In den Umspannwerken wird diese hohe Spannung mithilfe der Transformatoren auf eine Spannung von 30 kV umgewandelt. Diese Spannungsebene wird genutzt, um die Energie mittels Kabel- und Freileitungsnetzen zu den Trafostationen in den einzelnen Ortschaften zu transportieren. Von diesen Trafostationen ausgehend werden die Kunden schließlich über das Niederspannungsverteilnetz (400 V) versorgt


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden