Feistritzbach in St. Oswald wird umfassend verbessert
ST. OSWALD. In der Gemeinde St. Oswald bei Freistadt werden mit dem Projekt „Feistritzbach“ umfassende Maßnahmen zum Hochwasserschutz und zur ökologischen Aufwertung des Gewässers umgesetzt.

Mit dem Projekt „Feistritzbach“ der Wildbach- und Lawinenverbauung werden in der Gemeinde St. Oswald bei Freistadt umfassende Maßnahmen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes und zur ökologischen Aufwertung des Gewässers umgesetzt. Im Oktober haben die Bauarbeiten begonnen. Insgesamt sind für das Vorhaben Investitionen in Höhe von rund zwei Millionen Euro vorgesehen.
„Ein funktionierender Hochwasserschutz ist eine wesentliche Voraussetzung, um Menschen, Gebäude und Infrastruktur bestmöglich vor den Folgen von Hochwasserereignissen zu schützen. Gleichzeitig müssen wir dort, wo es möglich ist, ökologische Verbesserungen schaffen. Das Projekt am Feistritzbach verbindet diese beiden wichtigen Ziele“, betont Landesrat Günther Steinkellner.
Schutz vor Hochwasser
Hochwasserereignisse in den Jahren 1920, 1954, 1959, 1991, 2002 und 2013 zeigen, dass das Einzugsgebiet des Feistritzbaches wiederholt von Überflutungen betroffen war. Die in den 1960er-Jahren errichteten Regulierungen und Verbauungen weisen teilweise bautechnische Defizite auf und müssen instandgesetzt und an die heutigen Anforderungen angepasst werden.
Das zentrale Ziel des Projekts ist es, die Hochwassergefährdung im geschlossenen Siedlungsgebiet von St. Oswald bei Freistadt deutlich zu reduzieren. Durch die Ertüchtigung der bestehenden Schutzanlagen soll weitgehend ein Schutz vor einem hundertjährlichen Hochwasserereignis (HQ100) erreicht werden.
Die geplanten Maßnahmen erstrecken sich entlang des Feistritzbaches von der Gemeindegrenze zu Lasberg durch den Siedlungsbereich von St. Oswald. Auch weitere Bereiche wie die Zubringerbäche Käferbach, Breitenberggraben und Reiternbach werden in das Projekt einbezogen.
Renaturierung
Neben der Verbesserung des Hochwasserschutzes bildet die ökologische Aufwertung des Feistritzbaches einen wesentlichen Bestandteil des Vorhabens. Außerhalb des geschlossenen Siedlungsgebietes sollen hart verbaute Gewässerabschnitte abschnittsweise renaturiert werden.
„Hochwasserschutz und Gewässerökologie müssen kein Widerspruch sein. Wo die örtlichen Gegebenheiten es zulassen, sollen technische Schutzmaßnahmen mit einer naturnäheren Gestaltung des Gewässers kombiniert werden. So schaffen wir einen Mehrwert für die Bevölkerung und für den Naturraum“, erklärt Steinkellner.








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