Nach 6.699 Tagen: Schönau hat einen neuen Bürgermeister
SCHÖNAU. Exakt 6.699 Tage war Herbert Haunschmied (ÖVP) Bürgermeister von Schönau im Mühlkreis. Am Donnerstagabend wurde der 60-Jährige nach einem Wahlgang im Gemeinderat vom bisherigen Vizebürgermeister Harald Ebner (ebenfalls ÖVP) abgelöst.

Schönau sei in Sachen Bürgermeister recht sparsam gewesen, meinte Herbert Haunschmied in seiner Abschiedsrede. „Immerhin waren meine Vorgänger Johann Gradl und Efrem Kriechbaumer und ich insgesamt 53 Jahre im Amt“, rechnete der scheidende Ortschef vor. Gerührt von der Menge der Besucher an diesem Abend im Gemeinderat betonte Haunschmied, dass in seiner Amtszeit im Umgang mit Mitarbeitern, Gemeinderäten, Vereinen und der Bevölkerung stets das Gemeinsame über das Trennende gestanden habe.
„Und auch der Humor ist in meinen 18 Bürgermeisterjahren nicht zu kurz gekommen, das gebe ich meinem Nachfolger mit“, so Haunschmied. Bezirkshauptfrau Andrea Wildberger streute ihm für seine kritische, aber konstruktive Stimme im Sozialhilfeverband und für die Vorbildstellung Schönaus im Sozialbereich Rosen. Schließlich wurde er mit stehenden Ovationen verabschiedet.
„Mit Freude, aber auch mit Respekt“
Mit 17 gültigen von 18 abgegebenen Stimmen wählte der Gemeinderat dann Harald Ebner zum neuen Schönauer Bürgermeister. Der 52-jährige Tankstellenbetreiber, verheiratet mit Doris und Vater zweier erwachsener Söhne, legte seinen Amtseid in die Hand von Bezirkshauptfrau Andrea Wildberger ab. „Ich nehme meine Aufgabe mit Freude, aber auch mit Respekt an“, so der frischgebackene Ortschef. Er traue sich die große Aufgabe zu, „weil ich mit meiner Familie, den Mitarbeitern am Amt und dem Gemeinderat die richtigen Leute hinter mir habe.“ Dazu zählen für ihn besonders auch der ebenfalls neugewählte Vizebürgermeister Christoph Moser und der neue VP-Fraktionsobmann Patrick Rosinger.
Sitzung souverän geleitet
Souverän führte Ebner durch die Beschlüsse seiner ersten Gemeinderatssitzung als Bürgermeister. Diese hatten, wie die Bezirkshauptfrau anmerkte, Amtsleiter Engelbert Schwab und sein Team perfekt vorbereitet. In den zahlreichen Tagesordnungspunkten ging es um die Nachbesetzung verschiedener Gremien und Ausschüsse. Schon bald werden aber Projekte wie der Zeughaus-Neubau der FF Oberndorf, die Zukunft des alten Kindergartens und die Beschaffung von Baugründen Bürgermeister und Gemeinderat fordern.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden