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Gallneukirchen. 8 Uhr. Seit einer Stunde warten Alfred Pichler und Martina Hahn in der Dienststelle des Roten Kreuzes in Gallneukirchen. Doch heute scheint ein ruhiger Tag zu sein, ganz im Gegensatz zu vielen anderen.
 

Martina Hahn und Alfred Pichler versehen ihren Dienst in Gallneukirchen. Foto: Hamedinger
Martina Hahn und Alfred Pichler versehen ihren Dienst in Gallneukirchen. Foto: Hamedinger

Von ANDREAS HAMEDINGER

„Gestern sind wir keine fünf Minuten in der Dienststelle gewesen. Wir mussten – wie unsere Kollegen – fast ständig auf Einsatz fahren“, erklärt Pichler, der seit 1991 hauptberuflich beim Roten Kreuz tätig ist. Einsatz bedeutet jedoch nicht immer, dass um das Leben eines Unfallopfers gekämpft wird. Pichler: „Ein Großteil unserer Fahrten besteht aus Patiententransporten, die medizinisch notwendig sind.“ Und um solch einen handelt es sich auch bei der ersten Ausfahrt des Zweierteams. Nach wenigen Fahrminuten hat man sein Ziel erreicht. „Frau Lang hat vor einigen Jahren einen Schlaganfall erlitten. Und wir fahren sie heute zu einem Therapietermin“, erklärt Hahn. Dass sich die Patientin bei den Rettungssanitätern wohl fühlt und ihnen vertraut, wird schnell klar. Ohne Probleme lässt sie sich mit einem Lachen im Gesicht für ein Portrait fotografieren. Nachdem die Patientin wohlbehalten bei der Therapie angekommen ist, geht es wieder zurück in die Dienstelle, wo Zeit bleibt, sich über die schönen und weniger schönen Erlebnisse im Rettungsalltag zu unterhalten. „Eine Geburt ist immer etwas ganz Besonderes und Bewegendes“, erklärt Pichler.

Einblicke in den Rettungsdienst

Weniger erfreulich ist es naturgemäß, wenn die beiden Sanitäter zu Unfällen gerufen werden. Hahn: „Verunglückte Kinder gehen einem oft sehr nahe.“ Manchmal trifft man auch auf Unverständnis bei seinen Einsätzen, wie Pichler erzählt: „Es kann schon vorkommen, dass Unfallopfer nicht ins Krankenhaus wollen.“ Mit Aggressionen hat man als Mitarbeiter des Roten Kreuzes in Urfahr-Umgebung selten zu kämpfen. „Eigentlich brauchen wir die Polizei kaum als Unterstützung“, erklärt Pichler, der wie seine Kollegin hofft, dass sich auch in Zukunft genug Menschen für den Rettungsdienst engagieren. „Auch wenn es in Urfahr-Umgebung noch gut aussieht, es wird immer schwieriger, genügend Freiwillige – ohne die wir wohl nicht arbeiten könnten – zu finden“, erklären beide.

Am Samstag, 10. September beginnt die nächste berufsbegleitende Rettungssanitäterausbildung. Anmeldung unter uu-kurse@o.roteskreuz.at oder 0732/7644 405


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