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Leserartikel Elisabeth Zeilinger, 14.03.2016 16:27

OBERÖSTERREICH. Eine Analyse des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) zeigt, dass in Österreich Frauen weniger oft beim Sport und bei Straßenverkehrsunfällen verunglücken als Männer.

Foto: Weihbold
Foto: Weihbold

„In Österreich verunglücken bei Straßenverkehrsunfällen 55 Prozent der Männer, während der Anteil der verunglückten Frauen bei 45 Prozent liegt“, erläutert KFV-Direktor Othmar Thann. Deutlicher wird der Unterschied bei Betrachtung der Unfallschwere: Während bei den Unfällen mit leicht Verletzten der Anteil der männlichen Hauptverursacher bei 64 Prozent liegt, sind es bei tödlichen Unfällen 76 Prozent. „Das heißt: Je schwerer der Unfall, desto höher ist der Anteil der männlichen Hauptunfallverursacher.“

Unterschiedlichen Gefahrenerkennung

Über zwei Drittel (68 Prozent) der Hauptunfallverursacher bei Verkehrsunfällen (2012-2014) waren männlich. Frauen sind demnach im Verkehr oft Opfer männlichen Fehlverhaltens, z. B. als Beifahrerin. Der Grund für die geschlechterspezifische Verteilung liegt in der unterschiedlichen Gefahrenerkennung von Mann und Frau: „Weibliche Lenker haben in Bezug auf das richtige Verhalten im Straßenverkehr ein stärkeres Sicherheitsbewusstsein. Frauen schätzen Kurven, Dunkelheit und hohe Geschwindigkeit gefährlicher ein und halten sich beim Alkoholkonsum eher zurück“, erklärt Thann.


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